Partei: ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) Wahl: Kommunalwahl München 2026 Titel: Kommunalpolitisches Programm 2026-2032 Untertitel: Für ein lebens- und liebenswertes München Verabschiedet: Stadtparteitag der ÖDP München am 13.05.2025 Version: 3.1 vom 06.08.2025 Quelle: oedp-muenchen.de PDF: Wahlprogramm PDF
Keine 5%-Hürde – Jede Stimme für die ÖDP zählt!
#Für ein lebenswertes, zukunftsfähiges und gerechtes München
Liebe Münchnerinnen und Münchner,
München wächst rasant – und mit diesem Wachstum wachsen auch die Probleme. Steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, schwindende Grünflächen und zunehmende soziale Ungleichheit zeigen: Ein „weiter so" führt in die Sackgasse. Während andere Parteien das Wachstum als alternativlos hinnehmen, ist die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) die einzige Kraft in München, die sich klar und konsequent für eine wachstumskritische Politik einsetzt. Denn wir sind überzeugt: Nicht grenzenloses Wachstum, sondern die Lebensqualität der Menschen muss das oberste Ziel sein!
Wir setzen uns für eine Stadt ein, in der bezahlbarer Wohnraum keine Seltenheit ist, in der Grünflächen erhalten und ausgebaut werden, in der Mobilität modern, leise und klimafreundlich organisiert ist. Ein München, in dem nicht immer mehr Flächen zubetoniert werden, sondern eine behutsame Stadtentwicklung im Vordergrund steht. Ein München, das mit intelligenten Lösungen die Lebensqualität für alle sichert – nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für kommende Generationen.
Dass wir Veränderungen bewirken können, haben wir in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Bei der letzten Kommunalwahl wurde die ÖDP zur viertstärksten Kraft in München, noch vor Linken, AFD, Freien Wählern und FDP – ein deutliches Zeichen, dass viele Bürgerinnen und Bürger unsere Ideen für eine zukunftsfähige Stadtpolitik unterstützen. Mit erfolgreichen Bürger- und Volksbegehren wie „Raus aus der Steinkohle", „Grünflächen erhalten" dem „Radentscheid" oder „Rettet die Bienen" haben wir wichtige ökologische Themen auf die Agenda gesetzt. Wir haben über 900 Stadtratsanträge und Anfragen eingereicht und mit unermüdlich daran gearbeitet, München grüner, fahrradfreundlicher und lebenswerter zu machen. Dies zeigt: Eine Politik mit klaren Zielvorstellungen, Beharrlichkeit und Unabhängigkeit kann viel bewegen!
Wir dürfen dabei die drängenden globalen Herausforderungen unserer Zeit nicht aus dem Blick verlieren: Das Artensterben, der Klimawandel und die Energiewende sind existenzielle Themen, die sich in Großstädten wie in einem Brennglas zusammenfinden. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, dass gerade München – eine immer noch sehr reiche Stadt – im Einsatz für eine lebenswerte Welt vorangeht.
Als einzige wachstumskritische Partei nehmen wir uns dieser Verantwortung an. Wir stehen für eine Stadtpolitik, die langfristig denkt und nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen folgt. Unsere Politik ist unabhängig, denn wir nehmen keine Spenden von Unternehmen oder Lobbyverbänden an. Während andere Parteien mit Konzernspenden ihre Kampagnen finanzieren, lassen wir uns nicht kaufen – sondern entscheiden frei, allein im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und des Gemeinwohls. Das ist für uns echte Demokratie und transparente Politik.
Ein zentraler Treiber der Münchner Wohnungsnot ist das wirtschaftliche Wachstum um jeden Preis. Immer neue Firmen siedeln sich in München an, internationale Konzerne bauen ihre Standorte aus und schaffen tausende zusätzliche Arbeitsplätze. Das mag auf den ersten Blick positiv erscheinen, führt aber in Wahrheit zu einem noch stärkeren Zuzug, einer weiteren Verknappung des Wohnraums und einem unerbittlichen Anstieg der Mieten. Während Investoren und Unternehmen profitieren, werden die Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt verdrängt. Wir sagen klar: Statt immer neue Firmen und Arbeitskräfte in die Stadt zu locken, müssen wir uns endlich um diejenigen kümmern, die bereits hier leben und unter der angespannten Wohnsituation leiden. Die Lösung kann nicht darin bestehen, noch mehr Flächen zu versiegeln oder noch höhere Bürotürme zu bauen – sondern in einer sozial und ökologisch verantwortungsvollen Stadtentwicklung, die München lebenswert hält.
Die Steuereinnahmen eilen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten immer noch von Rekord zu Rekord. Da die Kosten in noch höherem Tempo davonlaufen, wird die Schuldenlast zunehmend erdrückend. Um dennoch handlungsfähig zu bleiben, müssen im städtischen Haushalt grundlegend andere Prioritäten gesetzt werden. Kritisch sehen wir vor allem teure und ressourcen- wie flächenfressende Großprojekte, die München langfristig mehr schaden als nutzen. Die Bewerbung um Olympische Spiele oder ähnliche Mega-Events mögen wirtschaftlich attraktiv erscheinen, doch sie bringen vor allem hohe Kosten, Umweltzerstörung und neue Wachstumsspiralen mit sich. Statt Millionen in Prestigeprojekte zu stecken, setzen wir auf eine durchdachte Entwicklung der Stadt, die den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird und nicht den Interessen weniger Investoren oder Konzerne.
Wir präsentieren Ihnen ein lösungsorientiertes Programm mit konkreten und umsetzbaren Vorschlägen für die drängendsten Herausforderungen unserer Stadt. Wir zeigen, dass es möglich ist, München lebenswerter, sozial gerechter und zukunftsfähiger zu gestalten – mit klugen Ideen, klaren Zielen und einer Politik, die unabhängig und konsequent werteorientiert handelt.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. Ihre Meinungen und Ideen sind für uns von großer Bedeutung. Zögern Sie nicht, sich an uns zu wenden, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Anliegen haben.
München kann mehr. München kann besser. Wir machen es möglich!
Ihre Münchner ÖDP
Anders als die etablierten Parteien nehmen wir keine Spenden von Unternehmen und juristischen Personen an. Nur so kann Politik unabhängig zum Wohle der Allgemeinheit handeln. Sachorientiert treten wir für eine enkeltaugliche Gestaltung der Welt ein und freuen uns über jede positive Verstärkung. Werden Sie Mitglied oder schnuppern Sie ein Jahr beitragsfrei rein! https://www.oedp.de/mitmachen/mitgliedschaft
#1. München braucht eine Pause – Wachstumsstopp, Grünflächenerhalt, Baumschutz
#1.1. Wachstum stoppen – Lebensqualität erhalten
In einem räumlich begrenzten Stadtgebiet ist kein unendliches Wachstum möglich. In den letzten beiden Jahrzehnten ist das Gleichgewicht zwischen neuen Arbeitsplätzen und Wohnungsbau, zwischen Bodenversiegelung und Grünflächenerhalt, zwischen Modernisierung und Bewahrung zerstört worden. Das wollen wir ändern.
Durch eine verfehlte bayerische, deutsche und europäische Strukturpolitik leiden viele Regionen unter einem Einwohnerschwund, während München die durch Wachstum verursachten Ausgaben für soziale, verkehrliche und stadtgestalterische Infrastruktur nicht mehr tragen kann. Deswegen sinkt die Lebensqualität spürbar.
München ist die Pendlerhauptstadt Deutschlands: Über 500.000 Personen pendeln tagtäglich von außerhalb Münchens ein. Sardinenbüchsenfeeling in öffentlichen Verkehrsmitteln und bald ganztägige Staus auf den Hauptverkehrsstraßen sind die Folge.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Ab sofort keine Ausweisung neuer Gewerbeflächen innerhalb der Stadtgrenzen Münchens,
- bis es drei Jahre lang inflationsbereinigt keinen Anstieg der durchschnittlichen Mieten gegeben hat und
- bis die Zahl der beim Amt für Wohnen und Migration registrierten Wohnungssuchenden um 50% gesunken ist
- Konzentration auf zusätzlichen Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten sowie die dafür benötigte soziale Infrastruktur wie Bildungseinrichtungen, Nahversorgung und kleine Handwerksbetriebe
- Größere Unternehmen sollen verpflichtet werden, Wohnraum für ihre Beschäftigten bereitzustellen und so einen Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes leisten
- Keine weitere Beteiligung der Stadt an Immobilienmessen (z.B. ExpoReal), um internationale Unternehmen zur Ansiedlung in München zu bewegen
- Förderung der Umwandlung von nicht genutzten Büroflächen in Wohnraum
- Verlagerung von nicht ortsgebundenen Büroarbeitsplätzen in strukturschwächere Regionen
#1.2. Grünflächen erhalten – Baumschutz vor Betonflut
2023 wurde das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten" vom Münchner Stadtrat mehrheitlich übernommen. Über 60.000 Menschen haben für den Schutz unserer Wiesen und Parks unterschrieben. Leider werden trotzdem von der CSU, der SPD und auch von den GRÜNEN Bebauungspläne auf Grünflächen meist einfach durchgewunken. In den letzten 10 Jahren hat sich der Grünflächenanteil pro Einwohner um 11% verringert. Grünflächen sind ein wichtiger Rückzugsort für Tiere und Pflanzen und dienen der Naherholung und Gesundheit aller.
Ein einzelner Baum hat so viele Bewohner, wie eine kleine bis mittelgroße Stadt Einwohner hat. Ohne dieses „Stadt-in-Stadt-System" wäre München grauer, heißer, trockener, lauter, staubiger und hässlicher. Neben den vielen positiven Umwelt- und Klimaauswirkungen haben Bäume zusätzlich einen nicht zu unterschätzenden ökonomischen und sozialen Nutzen. Sie dienen als temporärer Wasserspeicher, entlasten die Kanalisation und erhöhen die Wohnqualität. Die 2023 bekannt gewordene Lancet-Studie zeigt, dass in Großstädten tausende Hitzetote vermeidbar sind, wenn die Baumkronen im jeweiligen Stadtgebiet mindestens 30% betragen. München liegt mit 20% Baumbekronung weit unter diesem Minimum, d.h. München muss beim Schutz durch Bäume schnell und effektiv nachbessern.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Die Stadt revidiert ihre Vorgaben zum Verhältnis Wohnraum zu Grünfläche. Der frühere Wert von 32 m² Grünfläche pro Bewohner muss gelten. Seit 2017 sind es aufgrund eines Stadtratsbeschlusses nur 10 m² innerhalb und 20 m² außerhalb des Mittleren Rings
- Die Forderungen des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten" werden konsequent umgesetzt
- Vorhandene Grünflächen sollen systematisch ökologisch aufgewertet werden und bedarfsgerecht und in Abstimmung mit Anwohnerschaft und Bezirksausschüssen einen höheren Naherholungswert erhalten
- In allen Stadtbezirken werden urbane Waldgärten geschaffen, die die Biodiversität und Umweltbildung fördern. Da Beerensträucher sowie Obst- und Nussbäume gepflanzt werden, sind urbane Waldgärten „Umweltschutz zum Anbeißen"
- Baumrecht vor Baurecht: Die im Baugesetzbuch geschriebenen Worte "gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse" sind zeitgemäß zu interpretieren
- Bei Ersatzpflanzungen nach Baumfällungen ist das Grünvolumen zu ersetzen, nicht die bloße Baumanzahl
- Ersatzpflanzungen werden zu 100% nachkontrolliert, Zuwiderhandlungen mit Geldbußen hart bestraft
- Konsequente Durchsetzung der Gestaltungs- und Begrünungssatzung sowie der Einfriedungssatzung
- Optimierung der Gestaltungs- und Begrünungssatzung zur Reduzierung von Bodenversiegelung und Schottergärten
- Intensivere Vorgaben und Förderungen zur Begrünung von Gebäuden und Einfriedungen
- Bäume sollen nicht einfach gefällt, sondern umgepflanzt werden. In anderen Großstädten wird dies bereits praktiziert
- Entsiegelungen im öffentlichen Raum
#1.3. Wider die gesichtslose Stadt – Denkmalschutz ernst nehmen
Orte, die Stadtbild und Stadtkultur prägen, machen München lebens- und liebenswert. Leider verschwinden jedoch immer mehr „Münchner Originale", da sie von Investoren einfach überplant oder bis zur Unkenntlichkeit verändert werden (Derzbachhof, Eggarten, Tierklinik, Alte Akademie etc.). Wir wollen eine irreparable Zerstörung wichtiger Denkmäler und Zeitzeugnisse abwenden und Münchens einzigartiges Gesicht schätzen und schützen. Nach dem Willen von Investoren und anderen Parteien werden schon bald Hochhäuser Sichtachsen unterbrechen und kalte, anonyme Stadtviertel schaffen. Das möchten wir unbedingt vermeiden.
In einer sich schnell wandelnden Großstadt sind alte geschichtsträchtige Gebäude wichtige Ankerpunkte für Heimatsgefühl und Geschichtsbewusstsein. Denkmalschutz ist für uns keine Alibiaufgabe, sondern wir erkennen darin einen Schatz, den wir an die nächsten Generationen weitergeben möchten.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Höhere Gewichtung denkmalpflegerischer Belange bei der Bauleitplanung
- Konsequente Durchsetzung des Denkmalschutzes
- Bei der Aufnahme in die Denkmalliste ist neben der landesweiten Bedeutung verstärkt die lokale Bedeutung von Bauten für die Geschichte der einzelnen Stadtviertel zu berücksichtigen
- Ausreichende Personalausstattung in Bauberatung, Baukontrolle und Bau-Bußgeldstelle
- Vorbildliche Pflege der denkmalgeschützten Gebäude im Eigentum der Stadt München
- Verstärkte kritische Auseinandersetzung mit den lokalen Denkmälern und der mit ihnen verbundenen Stadtteilgeschichte in den Bildungsinstitutionen der Stadt
- Erlass von Gestaltungssatzungen zur Baugestaltung in sensiblen Bereichen
- Restriktive Handhabung von baurechtlichen Befreiungen
- Rekonstruktion als Option für zerstörte oder beschädigte Gebäude, wo dies aus Gründen des Stadtbildes sinnvoll ist, wie beispielsweise beim Uhrmacherhäusl
#2. Wohnen in München – lebenswert und bezahlbar
#2.1. Wohnraum im Einklang mit dem Bestand
Das ungebremste Wachstum der Stadt geht in vielen Fällen zulasten der Lebensqualität von Bürgerinnen und Bürger, des Klima- und Umweltschutzes, der Mobilität, einer gesunden sozialen Mischung, der gewachsenen Strukturen und einer gefälligen Stadtgestaltung.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten kam es zu einer massiven Verdichtung unserer Stadtviertel mit Gartenstadtcharakter, die auf den gesetzlichen Grundlagen des Baugesetzbuches und der Bayerischen Bauordnung beruhen, sowie mehrerer Dutzend vom Münchner Stadtrat mehrheitlich beschlossener Bebauungspläne auf vormals freien Flächen. Eine maßlose Nachverdichtung darf aber nicht auf Kosten der ohnehin knappen Grünflächen und unserer Lebensqualität erfolgen. In Zeiten des Klimawandels, der in unseren versiegelten Städten besonders spürbar ist, müssen Kaltluftentstehungsgebiete, Frischluftschneisen und Grünflächen nicht nur erhalten und geschützt, sondern auch zusätzlich geschaffen werden.
Prestigeträchtige Bauvorhaben, mit denen vor allem nicht in München angesiedelte Bauträger verdienen, schaffen für die Münchner kaum Wohnraum und dürfen nicht der Maßstab unserer Vorstellungen einer lebenswerten Stadt sein. Das anhaltende Bevölkerungswachstum verschärft den Wohnraummangel. Während Investoren immer neue Großprojekte planen, stehen in München schätzungsweise 22.000 Wohnungen leer. Dort könnten etwa 40.000 Menschen leben.
Noch größer ist der Leerstand bei Büroimmobilien. Mehr als die Fläche des Englischen Gartens steht an Bürofläche leer. Durch Umbauten und Umnutzungen könnten wir hier Wohnraum schaffen, ohne weitere Flächen zu versiegeln.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Stadtsanierung fördern und ausbauen: Sanierung vor Neubau! Steigerung der Sanierungsrate auf mindestens 5% pro Jahr bis 2032
- Kein Verkauf von städtischem Grund, sondern Vergabe in Erbpacht an städtische Wohnungsbaugesellschaften, Baugemeinschaften und Genossenschaften
- Ausweitung der Erhaltungssatzungen zum Milieuschutz und zum Schutz von städtebaulicher Eigenart
- Förderung von Wohnraumtausch ohne Nachteile, insbesondere für ältere Generationen
- Umwandlung von leerstehenden Gewerbeimmobilien in Wohnraum
- Erhebung des tatsächlichen Mietspiegels unter Einbeziehung aller Bestandsmieten über vier Jahre
- Förderung umweltfreundlicher Sanierungen in Bestandswohnungen
- Striktes Vorgehen gegen Umwandlungsspekulation, Leerstand und Zweckentfremdung
#2.2. Wohnraum nachhaltig schaffen statt maßloser Nachverdichtung
Wohnraum muss lebenswert, nachhaltig und energetisch optimiert sein. Er sollte zudem gut an das öffentliche Leben und die Nahversorgung angeschlossen sein. Nicht durchdachte Bebauungspläne, wie die Entwicklung der sog. Potentialfläche in Altaubing lehnen wir grundsätzlich ab.
Beispielsweise muss der 2. Realisierungsabschnitt Freiham vollkommen neu überdacht werden. Wir wollen hier ein Moratorium und eine neue, ergebnisoffene Planung, die die Tatsachen und Fehler des 1. Realisierungsabschnittes berücksichtigt. Der Eggarten muss als Idyll und wertvolle Fläche im Sinne des Artenschutzes erhalten bleiben. Auch die beabsichtigte Nachverdichtung in der sog. „Amisiedlung" darf so nicht verwirklicht werden. Der wertvolle Baumbestand und die gute Lebensqualität müssen erhalten bleiben.
Das von uns am 29.04.2025 beantragte Landschaftsschutzgebiet in Allach muss zeitnah realisiert werden. Der Landschaftspark München-West, eine unserer wichtigsten Frischluftschneisen, muss langfristig geschützt werden.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Keine neuen Stadtentwicklungsprojekte auf der grünen Wiese – klare Ablehnung von SEM Nord, SEM Nordost
- Keine großen Bebauungspläne für Neubaugebiete, bis die soziale und verkehrliche Infrastruktur aufgeholt hat
- Vergabe von städtischen Grundstücken nur mit Konzept für ökologisches und CO₂-reduziertes Bauen
- Prüfung von Bebauungsplänen zum Erhalt unserer Stadtviertel mit Gartenstadtcharakter
- Sanierung als Regelfall, Abriss als Ausnahme
- Prüfung des Bestandserhalts durch Gutachten vor einem möglichen Abriss
- Verpflichtung von Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden, Wohnraum für Mitarbeitende zu schaffen
- Ökologische Optimierung aller Neubauten:
- Baubiologisch optimierte Gestaltung, Fassadenbegrünung
- Durchgehende Grünzüge, Schwammstadtprinzip
- Recyclebare Baustoffe zur Förderung ressourcenschonender Bauweisen
- Erhalt von Baumbestand und strenge Bestrafung illegaler Baumfällungen
- Reduzierung von Parkplätzen zugunsten von Wohnraum und Grünflächen
- Verbesserte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
- Schutz der Frischluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebiete
- Freilegung und Renaturierung von Stadtbächen
- Mehr Kleingärten und Spielplätze
- Einhaltung einer 60-Meter-Grenze für Hochhäuser
- Vereinfachung der Genehmigung von Dachgeschossausbauten und Verdichtungen ohne zusätzliche Flächenversiegelung
- Konsequente Einhaltung der Forderungen des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten"
#2.3. Einheimischen-Modell und Ehrenamtspunkte
Das Einheimischen-Modell ermöglicht ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern vergünstigt Wohneigentum zu erwerben. Dabei sind die Eigennutzung und der Ausschluss von Spekulationsgewinnen beim Verkauf eine Bedingung. Dies kann helfen, die Abwanderung von Familien zu verhindern und die soziale Struktur zu bewahren.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Rechtliche Prüfung eines Vorkaufsrechts und vergünstigter Immobilienerwerb für einheimische Familien und Einzelpersonen
- Prüfung der Priorisierung einheimischer Familien und Einzelpersonen bei der Vergabe städtischer Mietwohnungen
- Bevorzugung ehrenamtlich engagierter Personen bei der Vergabe städtischer Wohnungen
#3. (Stadt)klima retten – Energiewende umsetzen
München hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Seitdem ist nicht viel geschehen. Wir setzen uns als einzige Partei weiterhin für ein 100% klimaneutrales München bis 2035 sowie globale Klimagerechtigkeit ein. Denn die Klimakrise ist präsenter denn je und macht sich in München und weltweit durch extreme Wetterphänomene bemerkbar.
In den letzten Jahren haben Trockenperioden, Starkregenereignisse, Hitzetage und Tropennächte weiter zugenommen. Zwischen 1955 und 2024 ist die Jahresdurchschnittstemperatur in Bayern um rund 1,7 Grad gestiegen. München verzeichnet aufgrund des Wärmeinsel-Effekts noch höhere Werte: Durchschnittlich ist es hier rund 2,7 Grad wärmer als im Umland. Ohne rasches Handeln könnte die Temperatur bis 2055 um mindestens ein weiteres Grad steigen, mit einer Erwärmung von bis zu 4 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts muss im Weiteren gerechnet werden.
Spätestens der Krieg in der Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass Kohle, Gas und Uran importiert werden müssen. Die Energiewende nimmt uns die Abhängigkeit von anderen Ländern. Der Kapitalabfluss in die Förderländer versiegt und die Volkswirtschaft profitiert. Für uns hat Klimaschutz höchste Priorität!
Die ÖDP München war bereits 2014 eine der ersten Parteien, die sich für einen schnellen Kohleausstieg Münchens und eine konsequente Energiewende eingesetzt hat. Unser Bürgerbegehren zum Kohleausstieg von 2017 war ein klarer Erfolg: Die Münchner Bürgerinnen und Bürger zeigten ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Inzwischen hat München zwar Fortschritte gemacht. Nicht akzeptabel ist aber, dass im bisherigen Kohlekraftwerk Nord bis 2035 Erdgas verbrannt wird. Wenn München sein Potenzial in der Geothermie besser nutzt, den Ausbau beschleunigt und auch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden verbessert, könnte die Fernwärme schnell klimaneutral werden.
Die Münchnerinnen und Münchner wollen JETZT eine Klimawende. Nur durch sofortige Maßnahmen können wir die Lebensgrundlagen für uns und zukünftige Generationen sichern.
#3.1. Energiewende: 100% CO₂- und atomkraftfreie Energieversorgung
Die Stadtwerke München (SWM) müssen ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen vollständig beenden. Nachhaltigkeit und regenerative Energien müssen konsequent umgesetzt werden.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
Modernisierung der SWM:
- Die SWM bleiben zu 100% im Eigentum der Stadt München
- Umstellung der SWM zu einem echten Ökostromanbieter
- Sofortiger Ausstieg aus der Förderung fossiler Brennstoffe, insbesondere Öl und Gas aus der Nordsee
- Kein Einstieg der SWM in die CO₂-Speicherung in der Irischen See
- De-Investment in allen Bereichen: Die SWM werden „fossil free"
- Kein Greenwashing von Stadtwerkestrom durch REC-Zertifikate oder irreführende Werbung
- Die SWM setzen Einsparziele, die sich am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens orientieren
- Intensivierung der Energieberatungen und Förderung des Solarenergieausbaus
- Einführung dynamischer Strompreise, um Verbrauchsspitzen zu reduzieren
- Integration von Photovoltaik, Speichersystemen und E-Mobilität in das städtische Netz durch bidirektionale Ladeinfrastruktur
- Zügige Umrüstung von AWM und stadteigenen Betrieben auf Elektromobilität
Ausbau von Geothermie, Speicherung und Solar:
- Beschleunigter Ausbau der Geothermie innerhalb der Stadtgrenzen München sowie intensivierte Zusammenarbeit mit dem Umland
- 100% CO₂-freie Grundlast in der Fernwärmeversorgung bis 2030 durch Geothermie und Abwärme
- Umstellung der Spitzenlast auf CO₂-freie Energie bis 2035
- Fertigstellung der Umstellung des Fernwärmenetzes von Dampf auf Heißwasser bis 2030
- Öffnung des Fernwärmenetzes für die Einspeisung von Abwärme, mit kostendeckender Vergütung durch die SWM
- Verstärkte Nutzung von Luft- und Grundwasserwärmepumpen
- Ambitionierter Ausbau der Photovoltaik durch die SWM, um zu anderen deutschen Großstädten aufzuschließen
- Förderung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf allen geeigneten Dächern
- Förderung von Energiespeichertechniken
- Aufbau von städtischen Energiespeichern
- Bau neuer Windkraftanlagen im Stadt- und Umland
- Förderung neuer Energiequellen wie Kleinwindanlagen
- Verpflichtung zur Nutzung von Photovoltaik auf Neubauten
- Ausbau und Förderung von Nahwärmenetzen mit oberflächennaher Geothermie sowie von Wärmepumpen
Klimaschutz zur Chefsache machen:
- Klimaschutz als Querschnittsaufgabe: Verankerung im Direktorium der Stadt München
- Kontrolle aller Stadtratsbeschlüsse auf Klimawirksamkeit: Die bestehende Klimaprüfung ist auf alle Beschlüsse konsequent und umfassend anzuwenden
#3.2. Energieverbrauch deutlich reduzieren
Die Reduktion des Energieverbrauchs ist entscheidend für die Klimaneutralität. Verkehr, Ernährung, Bauwesen und Beschaffung bieten erhebliche Einsparpotenziale.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
Wärme, Luft und Heizung effizient managen:
- Bedarfsorientierte Wärmebereitstellung
- Energetisch optimierte Heizungs- und Warmwassertechnik
- Nutzung intelligenter Messtechnik zur Steuerung von Lüftungssystemen
- Förderung von Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen
Energetisch optimiert bauen:
- Fokus auf Sanierung statt Neubau zur Reduzierung grauer Energie
- Nutzung nachhaltiger Rohstoffe wie Holz und Holzhybridbau
- Förderung kompakter Bauformen
- Energetische Sanierung aller städtischen Gebäude bis 2032
- Aufnahme von Energieverbrauchsvorgaben in Bebauungspläne
- Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf insektenfreundliche und bedarfsgesteuerte Lichttechnik
- Erweiterung des Förderprogramms für klimaneutrale Gebäude um Photovoltaik-Thermie (Stromerzeugung und Wärmenutzung in einem Hybridmodul)
Das Engagement der Münchner Bürgerinnen und Bürger, verbunden mit klaren politischen Maßnahmen, wird auch 2026 entscheidend sein, um München nachhaltig und klimaneutral zu gestalten.
#4. Mobilität – Umstieg auf Rad und ÖPNV attraktiver gestalten
Zusätzliche Flächen für den Verkehr sind in München nicht vorhanden. Das heißt die derzeitigen Straßen müssen effektiver genutzt werden, um bei einer wachsenden Bevölkerung ganztägigen Dauerstau zu vermeiden. Die ÖDP verfolgt eine klare Linie: Motorisierter Individualverkehr soll so weit wie möglich vermieden und der Umstieg auf S- und U-Bahn, auf Tram und Bus, auf das Rad attraktiver gestaltet werden – mit besserem Angebot und sicherer Infrastruktur. Der Fußverkehr wird mit kurzen Ampelphasen, attraktiven und freien Wegen gefördert. Unvermeidbarer Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert und der übrige Verkehr umweltverträglicher, gesünder und leiser gestaltet werden. Parkplätze im öffentlichen Raum werden umgewandelt in Grün und Fuß- und Radwege und in private, vorhandene Tiefgaragen verlegt.
Wir brauchen die Verkehrswende, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren, den Verkehrsinfarkt zu vermeiden und München lebenswert zu erhalten. Unser Engagement bei den beiden von der ÖDP mit initiierten Radl-Bürgerbegehren hat große Unterstützung durch die Münchnerinnen und Münchner erfahren und wir haben uns stark für die Umsetzung eingesetzt. Die Vervollständigung des Radnetzes hat oberste Priorität, damit sich auf dem Rad alle sicher fühlen.
Immer noch wird in München mehr Geld für motorisierten Individualverkehr als für Schienen und Radwege ausgegeben. Die ÖDP fordert dagegen die dringend notwendigen Lückenschlüsse und Engpässe im S-Bahn-, U-Bahn- und Tram-Netz zu priorisieren und kostspielige Prestige-Projekte wie Autobahnanschlusstunnel zu unterlassen bzw. einzustellen.
#4.1. Verkehr leiser, sauberer und weniger
Mehr Einsatz für Luftreinhaltung: Die ab 2030 in der EU geltenden Grenzwerte für Luftschadstoffe werden nach wie vor massiv überschritten. Das ist eine Gesundheitsgefahr. Die Fristen der EU zur Luftreinhaltung werden bisher weitgehend ignoriert.
Weniger Lärm: Nur bei 0,7% der 600 untersuchten Gebiete konnte sich die Stadtratsmehrheit zu Lärmschutzmaßnahmen durchringen. Das muss geändert werden.
Weniger motorisierter Verkehr: Etwa 40% des motorisierten Individualverkehrs wird durch Pendler verursacht. Arbeitsplatz und Wohnort müssen wieder näher zusammenrücken. Dazu ist die Entspannung des Wohnungsmarktes Voraussetzung.
Als ÖDP sind wir überzeugt:
- Auto- und LKW-Verkehr in der Stadt muss weniger werden
- Sichere Fuß- und Radwege führen zu weniger Autoverkehr
- Pendler brauchen attraktive wohnortnahe Arbeitsplätze, um in größerer Zahl auf den ÖPNV umzusteigen
- Einkaufsverkehr kann vermieden werden, indem man Stadtteilzentren stärkt
- Großmärkte abseits der Siedlungsschwerpunkte dürfen nicht mehr genehmigt werden
- Die entstandenen Einkaufszentren wie in Riem und Pasing sind um kleine dezentrale Nahversorgungsmöglichkeiten zu ergänzen
#4.2. Sicher unterwegs zu Fuß
Das „Stadterlebnis" und die Lebensqualität in München hängen davon ab, wie man sich als Fußgänger in der Stadt bewegen kann. Dies gilt für alle Menschen, ganz besonders für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Autofreie Zone innerhalb des Altstadtrings ab 2030
- Begrünte Fußgängerzonen in allen Stadtteilzentren
- Sichere Schulwege für Kinder
- „Bus mit Füßen" für alle Grundschulkinder (Schulwegbegleitung in Elterninitiative)
- Ausreichend Raum für Fußgänger, grundsätzlich mindestens 1,80 Meter Gehwegbreite auch nach Zulassung von Sondernutzungen
- Gehwegparken unterbinden
- Erhalt und Schaffung von kurzen und sicheren Wegeverbindungen, ggf. auch durch dinglich gesicherte Durchgangsrechte in Gebieten mit Geschosswohnungsbau
- Ansprechende Gestaltung von Fußwegen und deren Umgebung
- Wegeführung, die die Einwirkung von Abgasen, Lärm und Witterung minimiert
- Fußgängerrouten zur Verknüpfung von Grünanlagen
- Schaffung von Plätzen, die zum Verweilen einladen
- Bei Kreuzungen mit großem Fußgängeraufkommen Ampelschaltungen stärker am Bedarf von Fußgängern ausrichten
#4.3. Freie Fahrt fürs Rad
Das Fahrrad ist ein emissions- und lärmfreies, soziales, schnelles, gesundes und effizientes Fortbewegungsmittel. Radfahren muss in München sicher werden, erst dann wird das Rad für jeden alltagstauglich.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
Massiver Ausbau der Radinfrastruktur und sofortige Umsetzung der beiden Radentscheide:
- Herstellung eines durchgängigen, sicheren und ausreichend breiten Radwegenetzes durch München in allen Stadtteilen im Standard der Münchner Planungsleitlinien
- Planung und Umsetzung aller 5 Radschnellwege als Rückgrat des Radnetzes
- Vollständiger Bau des Altstadtradlrings
- Massiver Ausbau von Fahrrad-Stellplätzen am Hauptbahnhof und allen wichtigen Verkehrsknotenpunkten, Nahversorgungseinrichtungen und in innerstädtischen Wohngebieten
- Fahrrad-Abstellsysteme mit Diebstahlsicherung und Überdachung sind zu bevorzugen
- Erweiterung der Abstellmöglichkeiten, auch auf jetzigen Kfz-Parkplätzen
- Verpflichtung zu Radabstellanlagen bei Neubauten
- Bessere Integration von ÖPNV und Radverkehr
- Ausbau des Bikesharing-Angebots und Lückenschluss in den Stadtrandgebieten
- Ausweitung der free-float Rückgabe im Bikesharing auf das gesamte Stadtgebiet
- Verdoppelung der Anzahl der Räder auf 7.000, inklusive Trikes und Lastenräder
Deutliche Verbesserung der Radwege-Sicherheit:
- Sichere Schulwege für ALLE Kinder
- Fahrradfreundliche Straßenplanung und Ampelschaltungen
- Kreuzungsgestaltung für Radverkehr optimieren
- Bessere Beschilderung von Fahrradwegen
- Alle Fahrradwege werden einheitlich grün markiert (inklusive roter Markierung an Gefahrenstellen)
- Durchfahrtsverbot für den motorisierten Autoverkehr in allen Fahrradstraßen (Anlieger frei)
- Sichere Verkehrsführung auch für Kreuzungen mit Fußgängern
- Priorisierung von Radwegen beim Winterdienst
#4.4. Mehr Sharing und weniger Autos
In München wird der Raum des stehenden Verkehrs für Fußgänger, Radfahrer und neue, ökologisch nachhaltige Verkehrskonzepte benötigt. Sharing-Angebote reduzieren den CO₂-Ausstoß sowohl bei Herstellung als auch Verwendung. Elektro-Roller leisten jedoch keinen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen. Sie haben eine miserable Sicherheits- und Ökobilanz.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Ausweitung der Bike-Sharing-Angebote auch in die Stadtrandgebiete als MVV-Ergänzung
- Mobilitätspunkte in allen Stadtvierteln
- Car-Sharing-Angebote auch in Stadtrandgebieten
- Umwidmung von Parkplätzen nur für Carsharing-Autos, sofern die Betreiber hierfür ein Entgelt entrichten
- Verpflichtung der Betreiber von E-Rollern zu nachhaltigen Geschäftskonzepten für die kommerzielle Zulassung
- Für die Betreiber kostenpflichtiges Entfernen von verkehrsbehindernd abgestellten E-Rollern durch die Stadt
- Ausweisen von verbindlichen Abstellflächen für E-Roller
- Die Stadt setzt sich für eine Helmnutzung bei motorbetriebener Fortbewegung ein
#4.5. Öffentlichen Nahverkehr zügig ausbauen
Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln muss massiv verbessert werden, nur so kann der Umstieg vom Auto auf die Öffentlichen funktionieren. Die ÖDP fordert einen attraktiven MVV und eine gute Vertaktung mit den Regionalverkehrszügen.
Ziel ist eine Aufteilung von 80:20 (modaler Split) zwischen Umweltverbund (öffentlichem Nahverkehr, Rad, Fußverkehr) und motorisiertem Individualverkehr.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- 100% barrierefreier Ausbau aller öffentlichen Verkehrsmittel
- Verbesserte Fahrpläne, Anschlüsse und Kapazitäten:
- 10-Minuten-Takt auf allen S-Bahn-Linien, auch am Abend und am Wochenende
- 10-Minuten-Takt bei den Tramlinien bis 22 Uhr
- Ausbau des Nachtliniennetzes
- Die Betriebsstabilität ist für die Taktverdichtung zu erhöhen
- Verbesserte Umsteigemöglichkeiten und Querverbindungen
- Durchgehender Einsatz von Langzügen auf S-Bahnstrecken, v.a. auf den Linien, die nicht die gesamte Stammstrecke befahren und daher keine Ausweichmöglichkeiten für die Passagiere bieten
- Ausbau des Regionalverkehrs für Pendler und Wochenendausflügler:
- Bessere Taktung der Regionalzüge für die Umlandpendler
- Intensivierte Fahrradangebote für Wochenendausflügler
- Errichtung des Umsteigehaltepunkts Menterschwaige, um das Umsteigen von BRB zur Grünwalder Straßenbahn zu ermöglichen
- Errichtung zweier Regionalbahnhalte München Süd / Poccistraße und Kolumbusplatz
- S-Bahn-Ausbau:
- Ausbau des S-Bahn-Südrings für Personennahverkehr
- Ausbau des S-Bahn-Nordrings für Personennahverkehr
- Nutzung der S-Bahn-Ringschlüsse auch für Regionalverbindungen
- Kostengünstiger viergleisiger Ausbau der Strecke Daglfing-Johanneskirchen
- Zweigleisiger Ausbau aller S-Bahn-Linien für Taktverdichtung und Betriebsstabilität
- U-Bahn-Ausbau:
- Ausbau der U1 zur Fasanerie
- Ausbau der U2 nach Heimstetten und Kirchheim
- Ausbau der U3 nach Untermenzing
- Ausbau der U4 nach Englschalking
- Realisierung der U5 nach Pasing, weiterer Ausbau nach Freiham und Germering
- Ausbau der U5 nach Ottobrunn und Taufkirchen
- Ausbau der U6 nach Planegg und Neufahrn/Garching
- Neubau der U9 zwischen Theresienstraße und Poccistraße
- Neubau der U26 zwischen Kieferngarten (U6) und Am Hart (U2)
- Trambahn-Ausbau:
- Linie 12: Planmäßige Realisierung der Westtangente vom Romanplatz zur Machtlfinger Straße
- Linie 17: Ausbau von der Amalienburgstraße zur Blutenburg
- Linie 17: Ausbau Abzweigung bis zum S-Bahnhof Johanneskirchen
- Linie 19: Ausbau von Berg-am-Laim Richtung Daglfing
- Linie 21: Verlängerung in die Gartenstadt Trudering, Prüfung eines weiteren Ausbaus bis Haar
- Linie 23: Verlängerung der Linie durch den Euroindustriepark bis zur Bayernkaserne
- Linie 23: Lückenschluss zwischen Kurfürstenplatz und Münchner Freiheit
- Linie 23: Von der Münchner Freiheit durch den Englischen Garten baumschonend, nicht zu Lasten des Fahrradverkehrs und mit Akkubetrieb realisieren
- Linie 27: Verlängerung durch die Schleißheimer Straße vom Petuelring zur Dülferstraße (U2)
- Prüfung des weiteren Ausbaus aller Tramlinien auf allen Haupt-Einfallstraßen
- Buslinien-Ausbau:
- Lücken im Busnetz in den Außenbezirken sollen schnellstmöglich geschlossen werden. Bei geringer Auslastung sollen kleinere Busse, Linien- und Ruf-Taxis eingesetzt werden
- Einrichtung einer Ringbuslinie entlang des Mittleren Rings mit eigener Fahrspur in den Hauptverkehrszeiten und kurzem Takt
- Ausbau fehlender Querverbindungen und Anschlüsse:
- Anbindung der Messe an den Flughafen mittels Seilbahn zur S-Bahn Englschalking
- Prüfung eines Anschlusses umliegender Gemeinden, die nicht von S-Bahnen erschlossen sind
- Verbesserung der ÖPNV-Anbindung für die Siedlung Blumenau
- Beschleunigung aller Tram- und Buslinien durch entsprechende Ampelschaltungen und separate Trassenführung (z.B. Busspuren)
- Tarifsystem und Fahrkarten:
- Änderung der Finanzierung des MVV durch den Gesetzgeber, um ein kostenloses Angebot zu ermöglichen
- Sofortige Vereinfachung des Tarifsystems
- Solange der ÖPNV nicht kostenlos ist: Ausweitung der Gültigkeit von Tagestickets und Zeitkarten auf MVG-Bikes
- Obligatorische Kombitickets für alle Großveranstaltungen sowie städtische Einrichtungen wie Messe, Tierpark, Bäder, Museen und Stadien
- Beibehaltung des Deutschlandtickets sowie einer vergünstigten Variante für Azubis und Studierende
#4.6. Autoverkehr umweltverträglicher gestalten
Aufgabe der Stadtpolitik muss es sein, den Anteil des Kfz-Verkehrs sukzessive zu senken. Die Verkehrsinfrastruktur muss so umgebaut werden, dass alle vermeidbaren Autofahrten unterbleiben und zunehmend mehr Haushalte auf ein eigenes Auto verzichten können.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit; Ausnahmen nur auf Hauptverkehrsstraßen
- Einführung einer City-Maut wie in vielen anderen europäischen Städten, die ein MVV-Tagesticket oder eine Zeitkarte (z.B. Deutschlandticket) beinhaltet, solange der ÖPNV nicht kostenlos ist
- Autoarme und mittelfristig autofreie Innenstadt: Ab 2030 dürfen nur noch Berechtigte mit Erlaubnis in den Mittleren Ring einfahren, zum Beispiel Anwohner, Handwerker und Einsatzfahrzeuge
- Nachtfahrverbot für Lastwagen
- Einfahrverbot von fossil betriebenen Fahrzeugen im gesamten Stadtgebiet ab 2030; Ausnahme: Berechtigte mit Erlaubnis
- Schaffung zusätzlicher Park & Ride-Möglichkeiten, besonders an S-Bahn- und Regionalzug-Haltestellen für Pendler
- Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf alle Stadtteile innerhalb des Mittleren Rings sowie auf Stadtteile, die durch Sportveranstaltungen, Messen und Pendler unter viel Parksuchverkehr leiden
- Deutliche Erhöhung der Gebühr für den Anwohnerparkausweis
- Stadtweite deutliche Erhöhung der Parkgebühren pro Stunde und pro Tag
- Neuausrichtung der Stellplatzsatzung: Zukünftiges Ziel ist es, dass weniger Parkplätze gebaut werden. Wer Parkplätze baut, muss hierfür einen Ausgleich zahlen
- Güterverkehr ist von der Straße auf die Schiene zu verlagern
- Vermehrtes Pflanzen von Bäumen und Hecken entlang von Hauptstraßen, um die Schadstoff- und Lärmbelästigung für die Anwohner zu reduzieren, die Luftqualität zu verbessern und die Stadt zu kühlen
- Mindestens ein autofreier Sonntag im Monat auf der Leopold- und Ludwigstraße
- Mindestens zwei autofreie Sonntage pro Jahr im gesamten Stadtgebiet
- Parkwende: Autos sollen vorrangig in bestehenden Garagen abgestellt werden und nicht im öffentlichen Raum
#4.7. Flugverkehr auf das Nötigste reduzieren
Fliegen ist die klimaschädlichste Fortbewegungsart, daher muss diese auf das notwendigste reduziert werden.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Das Bürgerbegehren gegen die Dritte Startbahn (2012) bleibt weiter gültig
- Es findet kein weiterer Ausbau des Flughafens München statt
- Keine Zulassung von Inlands- und Kurzstreckenflügen ab und nach München
- Start- und Landegebühren sind auf mindestens die Umweltkosten der Flüge anzuheben
- Anbindung des Flughafens an das ICE-Netz
- Verpflichtendes MVV-Ticket für jedes Flugticket ab Flughafen München
- Reduktion der Parkmöglichkeiten am Flughafen
- Keine Subventionierung des Flughafens durch die Stadt als Anteilseigner und günstiger Kreditgeber
- Bevorzugung von Flügen ohne First Class und Business Class, um durch eine erhöhte Auslastung die Anzahl an Verbindungen zu reduzieren
- Bereitstellung von Infrastruktur für die Nutzung alternativer umweltfreundlicher(er) Treibstoffe
- Bevorzugung von Flugbewegungen mit alternativen umweltfreundlich(er)en Antrieben und effizienten Flugzeugtypen bei der Gebührensetzung
- Prüfung der Bevorzugung hocheffizienter Flugzeugantriebe und des Verbrauchs pro Person z.B. via gestaffelter Start-/Landegebühren nach Emissionen je Personenkilometer
#5. Tierschutz in der Stadt – Leben achten
Tiere haben Rechte. Der Tierschutz ist im Grundgesetz in Artikel 20a verankert, und wir haben die Pflicht, diese Rechte zu sichern. Tiere haben keine Lobby. Darum setzt sich die ÖDP dafür ein, dass alle Tiere mit Respekt behandelt werden sollen. Wir fordern höchste Standards beim Schutz von Wild-, Nutz- und Haustieren in München. Zudem setzen wir uns für eine Reduktion des Fleischkonsums ein und fordern die vollständige Umsetzung unseres Volksbegehrens „Rettet die Bienen" zur Förderung der Artenvielfalt.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Förderung von Taubenhäusern nach dem Augsburger Modell, um tierschutzgerecht Populationen zu kontrollieren und artgemäßes Leben der Tiere zu ermöglichen
- Verbot von Hochzeitstauben, da diese oftmals nicht zurück zum Züchter finden und so dazu beitragen, dass die Taubenpopulation in München steigt. Außerdem bedeuten diese „Auftritte" Stress für die Tiere und oft ihren Tod
- Rattenvergrämung ohne Gift, um qualvolles Sterben zu verhindern. Stattdessen sollen Pilotprojekte mit Verhütungsmitteln erprobt und geschlossene Abfallbehälter verpflichtend eingeführt werden
- Einführung von städtischen Tierschutzbeauftragten, die sich aktiv für die Einhaltung von Tierschutzrichtlinien einsetzen und mit dem Veterinäramt zusammenarbeiten
- Bessere Unterstützung und finanzielle Ausstattung der Münchner Tierheime – Die Vermittlung von Tieren an private Halter soll gefördert werden, Altersdiskriminierung dabei lehnen wir ab
- Strengere Kontrolle der artgerechten Haltung von Haustieren in München, insbesondere bei Züchtern und gewerblichen Tierhaltern. Konsequentes Vorgehen im Falle von Tierquälerei und Fehlverhalten
- Ein umfassendes Hundekonzept, mit Badestellen, Hunde-Spielwiesen, Wasserstellen und ausreichend Abfallbehältnissen
- Förderung von Hundeführerscheinen, inklusive Hundesteuer-Befreiung für Hundebesitzer, die eine anerkannte Hundeschule besuchen
- Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilebende Katzen mittels Katzenschutzverordnung, um die unkontrollierte Vermehrung wilder Katzen zu verhindern
- Keine Unterstützung von Forschungszentren mit Tierversuchen durch die Stadt München
- Einrichtung und Förderung einer städtischen Wildtierrettung mit Wiederauswilderung verletzter Tiere
- Integration von Tierschutz, Fleischproduktion und Klimaauswirkungen des Fleischkonsums in Bildungspläne an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen
- Reduktion des Fleischkonsums in städtischen Einrichtungen, beispielsweise in Kantinen, auf Festen und Empfängen, durch attraktive vegetarische und vegane Angebote
- Einsatz ausschließlich artgerecht produzierter tierischer Lebensmittel in städtischen Einrichtungen sowie verpflichtendes Angebot vegetarischer und veganer Alternativen in allen städtischen Mensen und Kantinen
#6. Nachhaltig und sozial wirtschaften – Mensch vor Profit
Lebenswerte Wirtschaft heißt: nachhaltig, gesund, sozial, regional. Ewiges Wachstum gibt es nicht. Wir müssen uns auf eine Postwachstumsökonomie vorbereiten.
Unser Ziel ist eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang, ohne Profitgier, ohne soziale Ausgrenzung und ohne Umweltzerstörung: eine ökosoziale Marktwirtschaft.
Die ÖDP München setzt sich für die Erhöhung der Lebensqualität für alle ein. Artikel 151 unserer bayerischen Verfassung lautet: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten."
München boomt seit Jahren, obwohl täglich über eine halbe Million Menschen nach München pendeln besteht Arbeitskräftemangel. Doch die wenigsten profitieren von dem Wachstum. Die einseitige Ausrichtung der Politik auf Wirtschaftswachstum stellt die Stadt vor gravierende Probleme. Die Verkehrsinfrastruktur ist überlastet, die Belastung von Luft und Wasser nimmt zu, der Druck auf die verbliebenen Grünflächen ist immens und Wohnraum wird für die Mehrheit zur unerschwinglichen Mangelware.
#6.1. Arbeitsqualität, regionale und kleine Betriebe fördern
Ziel der Arbeitsmarktpolitik bleibt es, die Arbeitsplätze in München dauerhaft zu sichern. Entscheidend für die ÖDP sind die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Arbeitsplätze. Ziel ist ein möglichst hoher Anteil von unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.
Wir fordern die Ausweitung der Existenzgründerprogramme und spezielle Beratungsangebote für die Förderung von Existenzgründungen von Frauen.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Förderung einer Mischstruktur aus kleinen und mittleren regionalen Betrieben
- Bevorzugung lokaler kleiner, mittlerer und regionaler Unternehmen bei der Vergabe von städtischen Aufträgen und Flächen
- Einleitung eines tiefgreifenden Strukturwandels in München durch gezielte Förderung von Betrieben mit umweltschonenden Produkten, Produktionsverfahren und Technologien
- Ausbau und Unterstützung der regionalen Wertschöpfungskette
- Förderung kürzerer Wegstrecken und Zeiten im Handwerk durch die (Online-)Vernetzung von Handwerkern und Betrieben in den Stadtteilen
- Keine Beschäftigung von Leiharbeitern und Kettenarbeitsverträgen bei der Landeshauptstadt und ihren Beteiligungsgesellschaften
- Keine Zulassung sonntäglicher Ladenöffnungen
- Stärkung der Jobcenter, um deren Hauptaufgabe – die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen – zu verbessern
#6.2. Investition in städtische Infrastruktur und Leitungsnetze
Vernachlässigte Investitionen in Schulen, Kanalsystem und Glasfaser-Internetanschlüsse sind nachzuholen. Dort wo sich Ausbau und Erhalt der Infrastruktur durch die Stadt München und ihre Tochterfirmen als zu langsam und zu teuer erwiesen haben, können Bau und Betrieb an private Firmen ausgeschrieben werden. Das Eigentum muss jedoch immer in der öffentlichen Hand verbleiben.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Das sanierungsbedürftige Münchner Kanalsystem ist schnellstmöglich zu modernisieren, um die Wasserqualität der Isar zu heben
- Zügige Ausführung der verschleppten Umstellung des Fernwärmenetzes von Dampf auf Heißwasser bis 2030
- Umsetzung des verschleppten Baus der Geothermieanlagen
- Ende der provisorischen Containerbauweise in Schulen und Bildungseinrichtungen; Festbauweise und vorzeitige Analyse des entsprechenden Bedarfs in allen Stadtvierteln und Einrichtungen
#6.3. Effiziente und nachhaltige städtische Einrichtungen
Ein lebenswertes München benötigt eine Stadtverwaltung und städtische Einrichtungen, Betriebe und Unternehmen, die qualitativ hochwertige Leistungen für die Münchner Bevölkerung erbringen und dabei Wirtschaftlichkeit und Effizienz berücksichtigen.
Die konsequente und rasche Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben und Stadtratsbeschlüssen ist eine Basis für die hohe Lebensqualität in München. Die städtischen Beschäftigten brauchen hierfür ideale Arbeitsbedingungen, eine gute Personalstruktur und sichere Arbeitsplätze.
Das Fundament einer gut funktionierenden Stadtverwaltung ist transparentes Verwaltungshandeln ohne Interessenkonflikte. Deshalb sind die Tätigkeiten der Stadtverwaltung als Genehmigungsbehörde von denen als Überwachungsbehörde strikt zu trennen und dürfen keinesfalls innerhalb eines Referates angesiedelt sein.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Keine Privatisierung von:
- Krankenhäusern
- Trinkwasserversorgung
- stadteigenen Betrieben und Unternehmen, wie Stadtsparkasse, Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Abfallwirtschaftsbetrieb
- Die Landeshauptstadt München erstellt für sich und für alle städtischen Betriebe und Beteiligungsunternehmen jährlich eine Gemeinwohlbilanz
- Nachhaltigkeitskriterien erhalten Priorität bei der öffentlichen Beschaffung
- Trennung von konfliktträchtigen Zuständigkeiten im selben Haus. Es fehlt die objektive Prüfung und Kontrolle, wenn – wie derzeit – im Planungsreferat neue Stadtviertel geplant und im selben Referat Baumfällungen genehmigt werden
- Vereinfachung und Digitalisierung diverser Handlungsakte des KVR für die Bürgerinnen und Bürger
- Vorbildhafte Ausbildung von Arbeitskräften durch die Stadtverwaltung
- Die Stadt muss mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf die Bedürfnisse der Beschäftigten, insbesondere bei Familien, eingehen. Eine weitere Erhöhung der Teilzeitarbeitsquote, auch in Führungspositionen, ist daher anzustreben
- Schnelle Besetzung von frei gewordenen und neu geschaffenen, als notwendig anerkannten Planstellen
- Vorhalten einer ausreichenden Zahl von „Springern", um das bestehende Personal der Stadt bei Ausfällen und Erkrankungen zu entlasten
- Für die Betreuung der städtischen Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften sowie für Stadtplanung sind unterschiedliche Referate zuständig
#6.4. Nachhaltig haushalten mit städtischen Geldern
Die Verschuldung der Stadt München konnte in den vergangenen Jahrzehnten zunächst deutlich abgebaut werden, ist jedoch in den letzten fünf Jahren auf ein schwindelerregendes Rekordniveau gestiegen.
Der Konsolidierungsprozess ist in den kommenden Jahren unbedingt intensiviert fortzusetzen, da sich auch München längerfristig auf eine Postwachstumsökonomie einstellen muss, die Schuldentragfähigkeit also eher abnehmen wird.
Allerdings wurden die Einsparungen in der Vergangenheit überwiegend zu Lasten der Investitionen vorgenommen. Dieser Kurs darf auf keinen Fall fortgeführt werden. Auch dürfen Einsparungen nicht auf Kosten der Standards von Umweltschutz, Tierschutz, Bildung, Erziehung oder Gesundheit gehen.
Die Abhängigkeit der Gemeinden von der Gewerbesteuer muss sinken. Nur dann sind sie nicht mehr dazu verleitet, ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl Industrie- und Gewerbeansiedlungen zu fördern.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Die Haushaltsführung ist so zu gestalten, dass Schulden konsequent abgebaut werden können und zukünftige Generationen nicht belastet werden
- Faire Löhne: Deckelung der Löhne von Führungspersonal in kommunalen Einrichtungen, städtischen Unternehmen und städtischen Beteiligungen auf maximal das OB-Gehalt
- Investitionskredite für notwendige langfristige Investitionen und Infrastrukturmaßnahmen betrachten wir als zulässig, insoweit ein mittelfristiger Abbau gewährleistet ist
- Wir sind für Investitionen, die für eine schnellstmögliche Klimaneutralität benötigt werden und solche, die die Münchner Industrie- und Gewerbebetriebe beim Übergang zu ökologisch und sozial nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen unterstützen und fördern
- Wir sind für Investitionen in die Umsetzung der dringend notwendigen Verkehrswende in München und in die Infrastruktur der Daseinsvorsorge
- Wir sind für den Abbau von Subventionen und Förderungen, die klima-, ökologisch oder sozial schädliche Auswirkungen haben
- Verstärkte Prüfung städtischer Ausgaben auf ihre Notwendigkeit; Prämierung aller eingereichten Verbesserungsvorschläge
- Faire finanzielle Beteiligung des Münchner Umlands an Leistungen, die auch von Bürgern aus der Region in Anspruch genommen werden, wie MVV, Krankenhäuser und Kultureinrichtungen
- Prüfung von Gebühren, Abgaben und städtischen Steuern sowie Einführung einer Übernachtungsabgabe, mit der Zielsetzung der Erhöhung der städtischen Einnahmen
- Einführung einer Abgabe auf Einwegverpackungen und Förderung von Mehrwegsystem bei Mitnahmegerichten und -getränken
- Forderung an den Gesetzgeber nach einer erweiterten kommunalen Kompetenz zur Steuererhebung
#7. Respektvoller Umgang mit der Natur – Lebensgrundlagen schützen
Wir betrachten es als Pflicht, Umwelt und Natur in all ihren Funktionen zu erhalten. Wer die Natur schützt, schützt nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen. Unser Beitrag dazu 2019: „Rettet die Bienen" – das erfolgreichste Volksbegehren in der Geschichte Bayerns.
#7.1. Rettet die Bienen! – ÖDP-Volksbegehren Artenvielfalt sofort umsetzen!
Die ÖDP hat das Volksbegehren „Rettet die Bienen" initiiert und den zugehörigen Gesetzestext formuliert. Unsere wegweisenden Forderungen für mehr Artenschutz wurden das erfolgreichste Volksbegehren in der deutschen Geschichte.
Bereits 78% aller Insekten, Reptilien, Amphibien, Fische und Vögel in Bayern sind bedroht. Die Hauptgründe sind die Zerstörung ihrer Lebensräume nicht zuletzt durch ungebremste Bautätigkeiten (auch auf Grünflächen und -gürteln) sowie der exzessive Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden und die Bewirtschaftung von Monokulturen. Inwiefern die in den letzten Jahren zunehmende hochfrequente elektromagnetische Strahlung in der Umwelt sowie die von der EU forcierte „neue Gentechnik" die Lebensbedingungen der Insekten zusätzlich verschlechtern wird, sollte vor dem Bau bzw. der Umsetzung umfassend erforscht werden.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Die gesetzlichen Vorgaben und Impulse des Volksbegehrens Artenvielfalt und Naturschönheit „Rettet die Bienen" sind sofort in München und seinen Liegenschaften und Grünflächen umzusetzen. Dazu gehört:
- Wiesen, die nicht durch Freizeitsport genutzt werden, blühen zu lassen anstatt sie abzumähen (nur einmalige oder zweimalige Mahd im Jahr)
- Biotope entlang von Wasserläufen, Bahnflächen und Grünanlagen zu vernetzen
- Weitgehende Verwendung nach unten abstrahlender Außenbeleuchtung mit niedriger Leuchtpunkthöhe und Farbtemperatur von 1.800 – 2.200 Kelvin (Amber-LED) sowie Minimierung von Beleuchtungsdauer und Intensität soweit es die Anforderungen an die Sicherheit des Verkehrs erlauben
- Alle städtischen Güter biologisch zu bewirtschaften
- Artenschutz und Artenvielfalt in Erziehung und Bildung zu vermitteln, auch an höheren Schulen etwa für Architektur
- Städtische Bauten müssen gegen Vogelschlag gesichert werden (etwa durch Vogelattrappen-Aufkleber an großen Fenstern und Glasfronten)
- Flächendeckende Kartierung von Gebäudebrütervorkommen, hierzu Benennung eines eigenen Beauftragten in der Unteren Naturschutzbehörde, der auch Fledermausquartiere in hohlen Bäumen betreut
- Klimaneutrale Verwaltung bis 2030
- Artenschutzkonzepte und -verträglichkeitsprüfungen bei sämtlichen Bauvorhaben verpflichtend einzuführen
- Entsiegelung und keine weitere Versiegelung von Böden, damit deutlich über 50% der Stadtfläche zur Sicherung und Verbesserung des Kleinklimas zur Verfügung stehen
- Keine Bebauung von bestehenden Grünanlagen und Landschaftsschutzgebieten
- Erhalt aller Wälder in städtischem Eigentum
- Renaturierung von Wasserläufen (z.B. Nordteil der Isar)
- Kostenlose Beratung für Stadtgärten zur Förderung einheimischer Pflanzen und Arten
- Auf städtischen Flächen sollen vornehmlich alte, bedrohte Sorten kultiviert werden, die auch den zukünftigen Bedingungen Stand halten
- Umweltverträglichkeitsprüfungen und Prüfungen auf FFH-Verträglichkeit (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien) sind grundsätzlich durchzuführen
- Grünflächen möglichst naturnah gestalten
- Förderung der Pflanzung von Obstbäumen und Sträuchern
- Deutlich mehr Bäume in der Stadt (Kronenbedeckung von mindestens 30% der Stadtfläche als Ziel)
- Verbot von nicht elektrisch betriebenen Laubbläsern zur Straßen- und Grünanlagenpflege
- Rückkehr zu Reisigbesen bei der Straßenreinigung (kein Plastikabrieb)
- Die Beschneidung von Bäumen und Sträuchern ist auf ein für die Verkehrssicherung unumgängliches Maß zu reduzieren
- Totholz soll insbesondere als Lebens- und Rückzugsraum für Tiere belassen werden
- Die Begrünung von Fassaden und Dächern und die Bepflanzung von Innenhöfen muss stärker vorangetrieben werden; Ausbau der Beratung hierzu
- Wichtige Wanderachsen wie Bahnkörper und Gewässer sind unbedingt zu erhalten
#7.2. Gewässer schützen, Stadtbäche renaturieren und freilegen
Wir brauchen sauberes Wasser und saubere Gewässer, Flüsse und Seen für den Erhalt der Artenvielfalt und auch die Naherholung.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Die Isar und die historischen natürlichen Gewässer in München sind zu renaturieren und für Lebewesen durchgängig zu gestalten. Neue Querbauwerke und Kraftwerke werden nicht mehr gebaut
- Isar und Würm müssen sauber werden! Isar und Würm sollen wieder Badewasserqualität erlangen. Die Ziele und Maßnahmen der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie zur Herstellung eines guten Zustandes von Oberflächen- und Grundwasser sind in der Stadtentwicklung zu berücksichtigen und umzusetzen
- Die Einleitung von Abwasser und Niederschlagswasser von Dächern und versiegelten Flächen in die Isar und Würm sowie alle weiteren Gräben und Bäche ist soweit wie möglich zu unterbinden. Auch mit den umliegenden Gemeinden soll es hierzu einen Austausch geben
- Das sanierungsbedürftige Münchner Kanalsystem ist schnellstmöglich zu modernisieren
- Neubaugebiete, Neubauten und Anbauten dürfen nur noch im Trennsystem von Regenwasser- und Abwasser entwässert werden
- Niederschlagswasser von Dach- und Verkehrsflächen muss konsequent versickert werden
- Bei stehenden Gewässern soll die Wasserqualität verbessert werden. Über die Hintergründe von Fütterungsverboten von Enten und Gänsen muss daher nachvollziehbar informiert werden. Zudem müssen Fütterungsverbote kontrolliert und durchgesetzt werden, damit in Zukunft auch im Lerchenauer See und im Olympiasee bedenkenlos gebadet werden kann
- Stadtbäche sind freizulegen und zu renaturieren, soweit baulich eine Rückführung an die Oberfläche möglich ist
#7.3. Land, Forst und Sortenvielfalt bewahren, Eigenanbau fördern
Land- und forstwirtschaftliche Flächen sind von unschätzbarem Wert für die Naherholung, den Naturschutz und die umweltfreundliche Produktion von Nahrungsmitteln und Rohstoffen.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- 100% biologische und nachhaltige Landwirtschaft und Beschaffung bei städtischen Gütern
- Land- und forstwirtschaftliche Flächen der Stadt München und ihrer Gesellschaften dürfen nicht veräußert werden. Rodungen z.B. für Bauvorhaben oder Kiesgewinnung sind unzulässig
- Die städtischen Güter werden vollständig auf Ökolandbau umgestellt. Sollte dies zum Beispiel aufgrund von Altlasten nicht möglich sein, so sind die Flächen aufzuforsten oder mit mehrjährigen Bau- oder Energiepflanzen zu bestellen
- Die Haltung von alten, bedrohten heimischen Tierrassen ist zu fördern
- Die Kultivierung von seltenen, autochthonen und alten Pflanzensorten ist zu fördern
- Die städtischen Forste sowie die Wälder der städtischen Gesellschaften werden weiterhin kommunal bewirtschaftet
- Bei Flächenverpachtungen werden Familienbetriebe und Biolandwirte bevorzugt
- Förderung von Gemeinschaftsgärten und nicht kommerziellen Kleingärten
- Förderung von Tauschangeboten für altes Saatgut, Pflanzen, samenfeste Sorten etc. in den Stadtteilen
- Förderung und Ausbau des Angebots an Krautgärten in den Stadtteilen
#7.4. Abfall vermeiden, die Umwelt sauber halten
Ressourcen sparen und Müll vermeiden sind oberstes Gebot für ein regeneratives München. Wir brauchen eine ökonomische, vor allem aber konsequent ökologische Abfallwirtschaft.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Beschaffung und Verwendung von wiederverwendbaren Materialien bzw. 100% Recyclingprodukten bei der Stadtverwaltung, den städtischen Einrichtungen, stadteigenen Unternehmen, Lieferanten und Partnern
- Fachmännische Wiederaufbereitung nach überdurchschnittlichem Standard von möglichst viel Abfall so ortsnah wie möglich – Ziel 100% zirkuläre Wirtschaft
- Reduktion von Einwegplastik im städtischen Verantwortungsbereich auf 0% bis 2030, Ersatz durch nachhaltige, abbaubare Stoffe
- Ein bürgerfreundliches Sammelsystem, um die Recyclingquote bis 2030 auf 95% zu erhöhen (u.a. stadtweite Einführung der „Gelben Tonne")
- Einführung eines IDENT-Systems so dass nur tatsächlich notwendige Leerungen bezahlt werden
- Pfandpflicht auf alle Einwegverpackungen und Wegwerfprodukte, wo immer durchsetzbar
- Transparente Darstellung der Verwertung der Haushalts- und Gewerbeabfälle, um die Stadtbevölkerung zur Abfalltrennung zu motivieren
- Intensive bürgerfreundliche Abfallberatung für Haushalte und städtische Einrichtungen sowie eine verstärkte Abfallberatung für Gewerbebetriebe
- Information über Kostensenkungen durch Abfallvermeidung
- Ausweitung der Unterstützung von privaten Initiativen, welche sich für Müllvermeidung und Reinhaltung von Erholungsflächen einsetzen
- Kontrollen, um die Abfalltrennung in städtischen Gebäuden, Privathaushalten und Gewerbebetrieben sicherzustellen
- Förderung von verpackungsfreien Geschäften
- Sanktionierung von Vermüllung, insbesondere von Ufern, Wäldern und Grünflächen
- Gezielte Kontrolle und Ahndung von achtlos weggeworfenem Kleinstmüll wie giftigen Zigarettenkippen oder Kronkorken
- Sicherstellen, dass der Münchner Müll nicht exportiert wird und im Zielland Landschaften, Ozeane und Böden belastet durch ein „Abfallketten-Transparenzgebot" – kongruent zum Lieferkettengesetz
- Einführung einer Verpackungsabgabe, die die Nutzung von Mehrwegverpackungen fördert, also Mitnahme eigener Verpackungen oder Nutzung von To-Go-Systemen
- Die Stadt muss sich einsetzen für eine fortschrittliche Verpackungsverordnung mit dem Ziel, Kunststoffe auf wenige recyclingfähige Materialien zu begrenzen
#8. Gesund leben in München – Versorgung sichern
#8.1. Prävention und Verbraucherschutz
Heute ist es für viele schon fast selbstverständlich, dass in Restaurants und Kneipen nicht mehr geraucht werden darf. Mit dem Volksentscheid für besseren Nichtraucherschutz in Bayern feierte die ÖDP 2010 einen großen Erfolg in der Gesundheitspolitik.
Auch die Stadt München muss alle geeigneten gesundheitspolitischen Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen von Lärm, Luftschadstoffen, Strahlung, Suchtmitteln und Stress ergreifen sowie die Werbung für gesundheitsschädliche Produkte unterbinden.
Eine gute Gesundheitsversorgung trägt maßgeblich zur Lebensqualität bei. Deshalb müssen sowohl das Gesundheitssystem als auch die Gesundheitsbetriebe in öffentlicher Hand bleiben. Die medizinische und psychische Notfallversorgung und insbesondere die Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern muss für alle jederzeit gewährleistet werden. Das Wachstum der Stadt darf nicht zulasten der Gesundheitsversorgung gehen.
Ein Viertel der Münchner Bevölkerung (ca. 274.000 Personen) leidet unter psychischen Erkrankungen. Die Stadt muss dringend Maßnahmen ergreifen, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und die Versorgung auszubauen.
Die ÖDP setzt sich ein für:
Konsequente Gesundheitsmaßnahmen:
- Flächendeckende, wohnortnahe Grundversorgung mit Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen
- Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, um eine bessere Verteilung der Fach-Arztpraxen im Münchner Stadtgebiet zu erreichen
- Verstärkte Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen, insbesondere in Schulen und Jugendeinrichtungen
- Ausbau von Therapie- und Beratungsangeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen
- Förderung niederschwelliger Hilfsangebote und Anlaufstellen für psychisch Erkrankte
- Angemessene Bezahlung von Personal im städtischen Gesundheitswesen
- Konsequente Eindämmung des Lärms und der Luftverschmutzung durch Baumaßnahmen, Begrünung und Tempolimits
- Glyphosatfreie Bahnanlagen im Stadtgebiet
- Sanierung von PFAS- (="Ewigkeitsgiften") Quellen, welche Münchens Grundwasser belasten
- Beratung zur Vermeidung von PFAS-Belastungen
- PFAS-freie Verpackungen bei städtischen Veranstaltungen
Wirksamer Verbraucherschutz:
- Kein öffentliches Werben für gesundheitsgefährdende oder jugendgefährdende Produkte
- Verstärkte Kontrollen zur Einhaltung des Nichtraucherschutzes
- Verstärkte Hilfe und Information zu Drogen- und Alkoholmissbrauch
- Strikter Ausschluss von gefährlichen Chemikalien (gemäß Umweltbundesamt SVHC-Liste) beim Kauf von Baumaterialien und Einrichtungen für Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen
Ausbau der Aufklärung und Prävention:
- Förderung der Prävention und Vorsorge vor Ort, Förderung von Gesundheitskiosken
- Aufbau von dezentralen, niedrigschwelligen Gesundheitsberatungsstellen
- Förderung von Schwangerschaftsberatungsstellen auch nichtstaatlicher Träger
- Verbesserung der städtischen Beratungs-, Präventions- und Ausstiegsprogramme aus der Prostitution, z.B. durch aufsuchende Sozialarbeit, Schutzwohnungen und eine stabilisierende, traumatherapeutische Begleitung
- Umfangreiches Monitoring zur Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes in München
- Verstärkte Aufklärung zu Suchtgefahren bei Drogen- und Medienkonsum an Schulen
Schutz vor Strahlenbelastung:
- Einführung eines verpflichtenden Abnahmeverfahrens der Sendemasten ähnlich der TÜV-Abnahme von Autos
- Kein Ausbau von 5G auf städtischen Dächern
- Die Strahlungsbelastung ist weiterhin, wie von der WHO empfohlen, wissenschaftlich zu untersuchen und zu begleiten. Gegebenenfalls müssen entsprechende Konsequenzen zum Gesundheitsschutz gezogen werden
- Li-Fi-Ausbau statt Wi-Fi
#8.2. Gesund nachhaltig und regional ernähren
Gute Ernährung ist gesund, nachhaltig und fair produziert, ohne unsere natürlichen Grundlagen zu zerstören etwa durch zu intensive Landnutzung. Daher wollen wir auch in München die Ernährungswende. Die Stadt muss mit gutem Beispiel voran gehen.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Die Stadt, ihre Gesellschaften und Einrichtungen beschaffen Nahrungsmittel zu 100% aus nachhaltiger, biologischer und fairer Erzeugung
- Umstellung der Beschaffung auf regionale und saisonale Erzeugnisse
- Massive Erhöhung des Anteils an vegetarischen und veganen Gerichten in städtischen Kantinen, Schulen, Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen, Kindergärten
- Bio-Gastronomie muss bei Vergaben der Stadt bevorzugt werden, auch auf Dulten, dem Oktoberfest und in Sportstadien
- Bevorzugung pflanzlicher und wenig verarbeiteter Lebensmittel in städtischen Essenseinrichtungen
- Kostenlose Abgabe von noch essbaren Lebensmitteln, statt Entsorgung zu fördern
- Legalisierung des „Containerns", der Rettung von noch genießbaren Lebensmitteln aus Abfalltonnen
- Förderung von Foodsharing-Communities
- Förderung von Initiativen, die Verbraucher und Erzeuger von Lebensmitteln direkt zusammenbringen
#9. Soziales München – Bildung und Teilhabe für alle Generationen
Zu den negativen Folgen des Wachstums unserer Stadt zählen auch überfüllte Schulklassen, weite Schulwege, zu wenige Wohnplätze für Azubis und Studierende, Wohnungslosigkeit, Einsamkeit oder Bildungsbenachteiligung. Armut und prekäre Randgruppen sind keine „Nebenwirkung" einer Großstadt, die hingenommen werden dürfen. Die Aufgabe der Daseinsvorsorge bedeutet, dass diese Herausforderungen angegangen werden und jeden Menschen als wertvollen Teil der Stadtgesellschaft versteht.
#9.1. Ein leistungsfähiges und funktionierendes Bildungswesen
Bildung ist die Basis für eine funktionierende Gesellschaft. Die Stadt muss Bildungsangebote für alle Altersgruppen und sozialen Hintergründen bieten. Unabdingbar dafür ist eine gute personelle und bauliche Ausstattung aller Bildungseinrichtungen. Unsere Schulen müssen in einem einwandfreien baulichen Zustand sein. Versiffte Toiletten und kaputte Gebäudeinfrastruktur dürfen nicht länger hingenommen werden.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Sanierung von bestehenden Bildungseinrichtungen
- Jede Schule muss einen Hausmeister haben, der kleinere Reparaturen schnell und unbürokratisch durchführen kann
- Jede Schule braucht ein Budget für kurzfristig auftretende Ausgaben
- Verstärkte und gelebte Zusammenarbeit mit den Verwaltungsbeiräten, die Belange der Schulfamilie in die Stadtpolitik tragen können
- Schule soll auf die Herausforderungen des Alltags vorbereiten und Medienkompetenz vermitteln, um verantwortungsvollen Umgang mit (neuen) Medien zu lehren
- Flächendeckende Einrichtung von Schulgärten, um Umweltbewusstsein zu fördern und einen Bezug zur Entstehung der Lebensmittel herzustellen
- Upcycling- und Umweltprojekte für die Förderung von Umweltbewusstsein, Kreativität und praktischen Fähigkeiten
- Entwicklung von Mentorenprogrammen (z.B. für Sprachförderung, Hausaufgaben oder sozialen Fragen) für die Unterstützung benachteiligter Familien
- Vernetzungstage in Kindertagesstätten und Schulen, um außerschulische Vereine vorzustellen, Barrieren abzubauen und allen Kindern sozialen Austausch zu ermöglichen
- Nutzung der Schule, Schulhöfen und Schulsportanlagen als außerschulischen Raum, um Kindern in beengten Verhältnissen gewohnte Orte für Entwicklung zu bieten
- Handyverbot an Münchner Schulen ist konsequent umzusetzen
- Fachliche und finanzielle Sonderförderung für städtische Schulen ab 40% Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund analog dem Schweizer QUIMS-Ansatz
- Gewährleistung und Förderung des vielfältigen Bildungs- und Schulangebots – auch der freien Träger
- Stärkung von berufsorientierenden Angeboten in allen Schulformen und Förderung von Kooperationen mit lokalen Unternehmen
- Ausweitung des Angebots an politischer Bildung und Partizipation (Trepp auf Trepp ab, Rathaus-Führungen, Kinder und Jugendforum etc.)
- Keine Ausweisung neuer Lehrkapazitäten an Münchner Universitäten, solange die Wohnsituation in München so angespannt ist; stattdessen Förderung von Standorten in bayerischen Mittelstädten
- Weiteren Ausbau der Münchner Volkshochschule, Beibehaltung der Umsatzsteuerfreiheit
- Erhöhung der Etats für Neuanschaffungen und Modernisierung in den Stadtteilbibliotheken
- Förderung von studentischem Wohnraum
#9.2. Kinder- und familienfreundliches München
Wir wollen, dass München auch für Kinder lebenswert ist. Darum brauchen wir mehr und bessere Spielplätze, sichere Schulwege, bezahlbare Freizeiteinrichtungen und niederschwellige Angebote. Kinder und Jugendliche brauchen früh eine nachhaltige Unterstützung in der Entwicklung ihrer Talente zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit und positiver Eigenwahrnehmung und der Berufsorientierung.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Ausbau der Kinderspielstätten in den Stadtbezirken
- Ausbau einer für Kinder sicheren Verkehrsinfrastruktur
- „Bus mit Füßen" für alle Grundschulkinder
- Förderung der Kinder- und Jugendpartizipation
- Stärkung der Kompetenzen der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt
- Einführung eines Jugendbeirats nach Rosenheimer Vorbild
- Verstärkte Förderung von partizipativen Programmen wie dem Münchner Kinder- und Jugendforum, Mini-München, etc.
- Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), um zukunftsfähiges Denken in ökologischer und sozialer Hinsicht zu fördern
- Familienfreundliche Preisgestaltung bei öffentlichen Einrichtungen, Bädern, Museen, etc.
- Kostenloser ÖPNV für Kinder und Jugendliche
- Verstärkung der frühen sozialen Angebote und Förderung für alle Familien zur Prävention späterer Krisen
- Unterstützung von Vereinen, um kostenlose und vergünstigte Sportangebote, Kreativkurse und anderer Wissensangebote für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen
- Ausbau von Jugendtreffs, um Plätze zum Austausch und sozialer Vernetzung sowie zur Ausübung ihrer Talente (z.B. Übungsräume, Kreativateliers etc.) zu schaffen
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für Familien:
- Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Aufnahme aller Eltern-Kind Initiativen in staatliche und städtische Förderrichtlinien
- Sicherung einer qualitativ hochwertigen Betreuung unter Einhaltung kindgerechter Betreuungsschlüssel auch bei Erkrankung von Teilen des Personals durch Bereithaltung einer mobilen Personalreserve
- Erhöhung der Attraktivität des Berufs von Erziehungsberufen durch Anreize wie günstige Wohnungen oder höhere Zuschläge
- Ausreichende Versorgung mit Kitas und Kindergärten auch in Teilzeit und am Samstag
- Attraktive Angebote, um den Mangel an Hebammen zu beheben
- Ausreichend und gut verteilte Kinderarztplätze
- Verpflichtung zu Betriebskindergärten für größere Unternehmen
- Waldkindergärten als Ergänzung des Münchner Kindergartenangebots
- Wickelgelegenheiten auch für Väter
- Familiengerechten und bezahlbaren Wohnungsbau
#9.3. München für Senioren lebenswert erhalten und machen
Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Auch München muss den steigenden Bedarf an altersgerechtem Wohnraum, Pflegeangeboten und gesellschaftlicher Teilhabe ernst nehmen. Immer mehr ältere Menschen möchten so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben, sind dabei aber auf eine barrierefreie Umgebung, soziale Kontakte und eine verlässliche gesundheitliche Versorgung angewiesen. Gleichzeitig leisten viele Seniorinnen und Senioren wertvolle Beiträge zum Gemeinwesen – sei es durch ehrenamtliches Engagement, familiäre Unterstützung oder als aktive Mitglieder ihrer Nachbarschaft. Ältere Menschen nicht nur versorgt, sondern aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Als ÖDP setzen wir uns ein für:
- Ausbau von geförderten barrierefreien Wohnungen speziell für Senioren
- Unterstützung bei Wohnraumanpassungen für altersgerechtes Wohnen
- Förderung von Quartiersprojekten, die Nachbarschaftshilfe und Unterstützung älterer Menschen ermöglichen
- Ausbau ambulanter Pflegedienste, um häusliche Pflege zu erleichtern
- Stärkere Förderung von Tagespflegeeinrichtungen und Entlastungsangeboten
- Schaffung von mehr Kurzzeitpflegeplätzen zur Unterstützung pflegender Angehöriger
- Unterstützung neuer Wohnformen, in denen Jung und Alt zusammenleben
- Einführung von Ferien- und Naherholungsprogrammen, um Senioren mit geringem Einkommen Erholung zu ermöglichen
- Mehr öffentliche Räume für Seniorengruppen, Bewegungsangebote und Begegnungsmöglichkeiten
- Förderung von generationenübergreifenden Kultur- und Freizeitangeboten
- Reform des Seniorenbeirats, sodass alle gewählten Mitglieder ein Stimmrecht haben und dieser mehr Einfluss auf die Stadtpolitik erhält
- Regelmäßige Beteiligung von Seniorenvertretungen an Stadtentwicklungsprozessen
#9.4. Sozial gerechtes München
In unserer wachsenden Stadt gibt es benachteiligte Gruppen, die im Alltag oft nicht sichtbar sind. Die Stadtgesellschaft hat die Aufgabe, wirksame Hilfestellung zu geben – etwa bei Armut oder Wohnungslosigkeit – und die Menschenwürde aller zu bewahren. Menschen in unsichtbarer Armut kennen oftmals verfügbare Angebote nicht oder haben Schwellenängste. Zudem gilt es den öffentlichen Raum insbesondere für Menschen, die keine sicheren Rückzugsmöglichkeiten haben, zu stärken.
Als ÖDP setzen wir uns daher ein für:
- Information im öffentlichen Raum zu niedrigschwelligen Angeboten wie Münchner Tafel, Sozialtickets, Fairteiler- und Kreislaufschränken
- Stadtweite Unterstützung von Nachbarschaftsprojekten, um Grünflächen und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu fördern (z.B. Gemeinschaftsgärten, Repair-Cafes, Sozial- und Nachbarschaftscafes)
- Bewerbung kostenloser und vergünstigter Freizeit- und Bildungsangebote für sozial Benachteiligte
- Hitzebusse und Kältebusse, um benachteiligte Gruppen in Temperaturkrisen zu versorgen
- Zugängliche Ganzjahrestoiletten in öffentlichen Grünanlagen
#10. Für eine inklusive, weltoffene und solidarische Stadt
Wir wollen eine Stadt, in der sich Menschen unterschiedlicher Kultur, Herkunft, Muttersprache, sexueller oder religiöser Orientierung sicher und wohl fühlen. Wir wollen ein solidarisches, inklusives und weltoffenes München.
#10.1. Inklusion in München
Die Zuwendung an Hilfsbedürftige in Familien, in der Nachbarschaftshilfe sowie durch Hilfeleistungen von kleinen Vereinen in den Stadtvierteln sind jeder Sozialbürokratie überlegen. Die Stadtverwaltung soll solche Hilfe spürbar fördern. Wohlfahrtsverbände und Selbsthilfegruppen sind keine Bittsteller, sondern Partner bei der Umsetzung dieser Konzeption.
Alle öffentlichen Hilfen zur Bewältigung der besonderen Probleme im Alter und bei einer Behinderung oder Einschränkung müssen darauf abzielen, so viel Selbstständigkeit wie nur möglich zu erhalten und fördern.
Arbeitsplätze und öffentliche Einrichtungen aller Art sind so zu gestalten, dass die Integration von Menschen mit Behinderung zur Selbstverständlichkeit wird.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Barrierefreier Ausbau aller öffentlichen Gebäude und Verkehrsmittel
- Ausbau der ambulanten Pflegekapazitäten und Förderung von innerfamiliärer Pflege, damit Menschen mit Behinderung in ihrer gewohnten Umgebung leben können
- Mehr Angebote für eine behindertengerechte Naherholung und Freizeitgestaltung
- Inklusive und barrierefreie Gestaltung der städtischen Ferienprogramme
- Offene Treffpunkte für Menschen mit Behinderung in Selbstbestimmung
- Vermeidung von Heimaufenthalten durch Ausbau von ambulanten Diensten, Hilfen für die häusliche Pflege, mehr Kurzzeitpflegeplätze sowie reine Tages- und Nachtpflegeplätze zur Entlastung von pflegenden Angehörigen
- Förderung der ambulanten und stationären Hilfen zur Unterstützung der Pflegetätigkeit in den Familien von Menschen mit Behinderung
- Regelmäßige, unangemeldete Überprüfung von Sozialträgern durch externe Gutachter, damit Misswirtschaft, undurchsichtige Abrechnungen, überflüssige Hierarchien und Bevormundung von Betroffenen unterbleiben
- Schaffung von mehr barrierefreiem Wohnraum
- Barrierefreier Zugang zu allen öffentlichen politischen Sitzungen (Stadtrat, Bezirksausschüsse)
#10.2. Integration und Sicherheit für alle in München
Wir stehen für eine offene Gesellschaft in Solidarität und Verantwortung füreinander. Menschen, die längerfristig in München bleiben, sollen sich bestmöglich integrieren und hierzu auch Angebote vorfinden.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Vermittlung von kulturellen Werten sowie demokratischen und rechtlichen Grundprinzipien (z.B. Gleichstellung aller Geschlechter und Meinungs- und Religionsfreiheit) schafft Sicherheit
- Bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ausländerbehörden und ausländischen Geheimdiensten, um Anschläge und Gewalttaten zu verhindern
- Konsequentes Handeln bei straffälligen Geflüchteten
- Ausreichende Schutzmaßnahmen für gefährdete Menschen und Einrichtungen
- Ausweitung des Angebots an Integrationskursen
- Förderung der demokratischen Bildung und Ausgrenzungsprävention und -bekämpfung
- Separates Unterkunftsangebot für einerseits Frauen und Mädchen und andererseits LGBTQIA*-Flüchtlinge sowie für Flüchtlinge aus gewaltsam bedrohten kulturellen oder religiösen Minderheiten ihres Herkunftslandes
- Angebote zur speziellen Förderung von zugewanderten Frauen und Mädchen zu deren Integration in Schule und Arbeitsmarkt
- Vermittlung sowohl von bayerischer Kultur und Gepflogenheiten als auch der Herkunftskulturen an Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen
- Ausweitung der Sprachangebote an der Volkshochschule
- Ausweitung der Sprachangebote an Regelschulen auch für Eltern
#10.3. München – eine tolerante weltoffene Stadt
Alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gefährden das friedliche und harmonische Zusammenleben. Wichtig ist daher großes Engagement der Stadt für Toleranz und Weltoffenheit mit klarer Sprache und klaren Statements zum gegenseitigen Verständnis und Respektieren unterschiedlicher Lebensweisen aufgrund individueller, geschlechtlicher, religiöser oder weltanschaulicher Orientierung.
München bekennt sich zu den freiheitlichen, demokratischen und sozialen europäischen Werten und bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Europa und der Welt eine herzliche und sichere Heimat.
Mitgefühl und die Verantwortung für sich selbst und für andere sind grundlegende Werte, die wir verfolgen. Wir haben die Pflicht, ein langfristig sicheres und lebenswertes München für alle zu schaffen. Zur Solidarität gehört ein ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Gemeinwesen. Jeder Mensch soll in München nach seiner Art glücklich werden – und in einer offenen Gesellschaft nicht für seine Lebensweise oder Überzeugungen diskriminiert werden. Wir stehen für ein vielfältiges, offenes und herzliches München!
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Einführung einer öffentlichen städtischen Auszeichnung von Zivilcourage
- Verstärkte öffentliche Förderung von Projekten gegen gewaltbereiten politischen oder religiösen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus
- Förderung von Projekten zur Gewaltprävention
- Förderung von Projekten und Kampagnen gegen Homo- und Transphobie
- Deutliche Positionierung und öffentliche Kampagne der Stadt gegen sexuelle Gewalt, Genderdiskriminierung und für Zivilcourage
#10.4. München – Weltstadt mit Herz für alle Menschen
Viele Münchnerinnen und Münchner haben Wurzeln außerhalb von München – diese kulturelle Vielfalt macht München weltoffen, tolerant und lebenswert; das muss so bleiben. Wir stehen zu unserer Geschichte und den humanistischen Werten von Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit. München muss Hauptstadt der Erinnerung sein und gerade heute an die Folgen von politischem Extremismus erinnern und dem deutlich, sachlich und laut entgegentreten.
Als ÖDP setzen wir uns deshalb ein für:
- Förderung der Forschung zur Stadtteilgeschichte in den Stadtbezirken
- Verstärkte Bewerbung und Ausschilderung der Münchner Kulturgeschichtspfade
- Förderung von Projekten der Völkerverständigung und Interaktion
- Ausbau und intensive Pflege der bestehenden Städtepartnerschaften und europäischen Kooperationen
- Stärkung der Fachstelle für Demokratie als Schnittstelle für demokratische Bildung und von Initiativen gegen jede Form von Extremismus
- Optimale Ausstattung der städtischen Einrichtungen zur Erinnerung an die Verbrechen der Nazidiktatur
#10.5. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement fördern und würdigen
Das Ehrenamt ist eine der wichtigsten Säulen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in München. Durch ihr ehrenamtliches Engagement gestalten viele Münchnerinnen und Münchner unsere Stadt mit. Die zahlreichen Vereine, Kultureinrichtungen, Kirchengemeinden, Nachbarschaftstreffs, Bürgerinitiativen machen München lebenswert. Doch ehrenamtliches Engagement wird zunehmend durch bürokratische Hürden, finanzielle Unsicherheiten und mangelnde Unterstützung erschwert.
Die ÖDP setzt sich ein für:
- Vereinfachung von Förderanträgen und Genehmigungsverfahren für ehrenamtliche Initiativen, Abbau von Bürokratie
- Bereitstellung städtischer Räume für ehrenamtliche Gruppen und Vereine ohne hohe Gebühren
- Ausbau der Ehrenamtskarte, Vergünstigungen für Ehrenamtliche in Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ausbauen
- Öffentliche Auszeichnung und Würdigung von ehrenamtlichem Engagement. Wertschätzende Begleitung von Projekten durch die Landeshauptstadt München
- Kooperationen mit Schulen und Universitäten, um junge Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen
- Niedrigschwellige Angebote zur Ehrenamtsvermittlung
- Bei der Vergabe von städtischen Wohnungen sollen langjährig ehrenamtlich Tätige aus dem sozialen Bereich Vorrang erhalten
#11. Impulse für Kunst, Kultur, Sport und Freizeit – Lebensqualität und Naherholung
Die vielfältigen kulturellen Angebote und der hohe Freizeitwert machen München zur attraktivsten Großstadt Deutschlands. Sie erhöhen die Lebensqualität für alle Münchnerinnen und Münchner. Leider gehen immer mehr Grünflächen und lebenswerte Räume verloren.
Um die Lebensqualität zu erhalten und gleichzeitig den Freizeitverkehr so gering wie möglich zu halten, sollten die Stadtteilzentren ein vielfältiges kulturelles Angebot und ausreichend Einrichtungen des Breitensports aufweisen.
Grünflächen und Naherholungsgebiete sind konsequent auszubauen und zu vernetzen. Nachdem die Finanzierung von Kunst und Kultur unter dem Status „freiwillige" Leistungen der Stadt laufen, sind sie als erstes von Kürzungen betroffen. Die Stadt erarbeitet ein Konzept zur langfristigen Finanzierung der wichtigsten Kulturinstitutionen. Kommerzielle Großveranstaltungen sind dagegen nicht mehr öffentlich zu fördern.
Die ÖDP setzt sich ein für:
#11.1. Mehr Raum für Kunst und Kultur
- Schaffung von Raum für Kulturschaffende und Gemeinschaftswerkstätten
- Förderung dezentraler kultureller Angebote
- Vorausschauende Planung für Hallen- und Jugendkultur, inklusive der Förderung von Zwischennutzungen
- Förderung von herkömmlichen Kunstformen wie Malerei und Bildhauerei, unter anderem durch bessere Ausstellungsmöglichkeiten
- Förderung von Künstlerinnen und Künstlern aller Altersgruppen
- Verstärkte Förderung musikalischer Vielfalt, also kleinerer Ensembles, Symphoniker und Kammerorchester
- Ausreichende Mittel zur Förderung der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit
#11.2. Naherholung und Freizeitmöglichkeiten vor Ort optimieren
- Erhaltung und Schaffung von Freiräumen in den Wohnquartieren zur Förderung der nachbarschaftlichen Beziehungen
- Schaffung neuer Bademöglichkeiten, insbesondere durch zusätzliche Badeseen im Norden und Westen der Stadt
- Förderung dezentraler Stadtteilzentren und Jugendeinrichtungen
- Rückkehr zu der früheren Freiflächenversorgung von 32 m² Grünfläche pro Einwohner
- Mindestens vier Gemeinschaftsgärten in jedem Stadtviertel
#11.3. Breitensport statt IOC, FIFA und UEFA fördern
- Keine Bewerbung für unbezahlbare, fragwürdige Großveranstaltung mit Knebelverträgen von Sportverbänden wie das Internationale Olympische Komitee (IOC)
- Modernisierung und Erhaltung der bestehenden Sporteinrichtungen wie Freibäder, Schwimmhallen, Sporthallen, Sportplätze, Bolzplätze, Tennis- und Tischtennisanlagen
- Erhebung des Bedarfs für zusätzliche Sportanlagen in den Stadtbezirken
- Modernisierung und Förderung insbesondere der Bezirkssportanlagen
- Gezielte Förderung von umweltschonenden Sportarten im Breitensport
- Prüfung der Schaffung neuer, frei zugänglicher Stadtsurfer-Wellen
- Bessere Finanzierung insbesondere der Sportjugendarbeit
- Mehr Werbung für Sport vor Ort in München
- Förderung der Auslastung und Ertüchtigung städtischer Sportstätten wie auch des Grünwalder Stadions, Sanierung des Olympiastadions und der Ruderregattaanlage
- Keine finanzielle Unterstützung kommerzieller Sportgroßereignisse
- Obligatorische MVV-Kombitickets für kommerzielle Sportgroßveranstaltungen
#12. Politik in der Stadt – bürgernah, transparent und unabhängig
Transparenz und Unabhängigkeit schreiben wir groß. Deshalb hat die ÖDP seit Gründung als einzige Partei in ihrer Satzung festgeschrieben, dass sie keine Spenden von juristischen Personen, also Unternehmen und Interessenverbänden, annimmt. So ist unsere unabhängige Politik zum Wohle der Allgemeinheit gesichert. Barrierefrei, öffentlich (auch online) und transparent: Wir machen engagiert und ehrenamtlich Politik und haben auch zwischen den Wahlen ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger. Wir fordern Transparenz und politische Unabhängigkeit von allen politischen Parteien in München! Parteien, die Lobby-Gelder von Unternehmen nehmen, haben im Stadtrat nichts verloren.
#12.1. Transparente Stadtratsarbeit
Wir fordern für den Stadtrat klare Regeln von Transparenz und Offenheit bezüglich der finanziellen Unterstützung im Stadtrat vertretener Parteien durch Unternehmen oder Interessenverbänden. Nur so funktioniert saubere Demokratie!
Als ÖDP fordern wir für den Münchner Stadtrat transparente Regeln:
- Die im Stadtrat vertretenen Parteien sollen auf Spenden von Unternehmen und Interessenverbänden verzichten
- Einführung eines Ehrenkodex für alle Stadträtinnen und Stadträte
- Selbstverpflichtung der Stadträtinnen und Stadträte, in ihrer Funktion keine Inlandsflüge zu unternehmen
- Festlegung der Ehrenamtsvergütung des Stadtrats durch eine unabhängige Kommission, die den Arbeitsaufwand neutral bewertet anstelle von Selbstbezahlung
- Offenlegung von Interessenkonflikten aller Stadtratsmitglieder
- Selbstverpflichtung von Stadträtinnen und Stadträten zu einer Karenzzeit von mindestens zwei Jahren vor dem Wechsel in Führungspositionen städtischer Unternehmen
- Öffentliche Beratung aller Stadtratsentscheidungen, soweit nicht eine nichtöffentliche Beratung gesetzlich vorgeschrieben ist
- Transparente Veröffentlichung der Finanzierung von Stadtbetrieben wie etwa des Tierparks
#12.2. Bürger und Stadtteile stärken
- Größtmögliche Transparenz und Sichtbarkeit von Verwaltungs- und Planungsvorgängen
- Dezentralisierung der Stadtverwaltung und mehr Bürgerbüros in den Stadtvierteln außerhalb des Mittleren Rings
- Frühzeitige Bürgerbeteiligung bei Großprojekten der Stadt
- Größere Entscheidungsbefugnis der Bezirksausschüsse in den Stadtteilen
- Stärkere Berücksichtigung, Anhörung und Mitwirkungsmöglichkeiten für Bürger- und Siedlervereine als lokale politische Interessensvertretungen
#12.3. Politik online und barrierefrei
- Sitzungen der Bezirksausschüsse und der Bürgerversammlungen sollen in barrierefreien Räumen stattfinden, die gut mit dem MVV und Fahrrad erreichbar sind
- Barrierefreier und leichter Zugang zu den Wahllokalen und Bezirksinspektionen
- Fortführung der Live-Übertragung der Stadtratsvollversammlungen im Internet mit Untertiteln und Übersetzung in Gebärdensprache
- Ausdehnung der Online-Übertragung auf Stadtrats-Ausschuss-Sitzungen und Bezirksausschuss-Sitzungen
- Dauerhafte Abrufbarkeit der Aufzeichnungen vergangener Sitzungen im Internet
- Dauerhafte Veröffentlichung aller in öffentlicher Sitzung gefassten Stadtrats- und Bezirksausschussbeschlüsse einschließlich zugehöriger Sitzungsvorlagen und -unterlagen im Internet
- Veröffentlichung von Verwaltungsrichtlinien im Internet
- Ab sofort soll die Landeshauptstadt München möglichst nur noch Fachprogramme kaufen, die unabhängig vom verwendeten Betriebssystem laufen – zum Beispiel im Browser
- Nutzung freier Software (Open Source) wie dem Betriebssystem Linux und dem Büroprogramm LibreOffice. Diese Programme sind sicherer, preisgünstiger und übertragen deutlich weniger personenbezogene Daten und Betriebsgeheimnisse an Werbefirmen, Softwarefirmen und andere "Organisationen"
#12.4. Repräsentative und direkte Demokratie stärken
- Bürgerentscheide sind bedingungslos bis auf Widerruf durch einen erneuten Bürger- oder Ratsentscheid umzusetzen
- Selbstverpflichtung des Stadtrats, den Bürgerwillen (Bürgerbegehren) anzuerkennen
- Die Stadt soll sich dafür einsetzen, dass alle im Stadtrat vertretenen Parteien bei künftigen Wahlen auch in allen Stadtbezirken zu Bezirksausschusswahlen antreten dürfen und die undemokratischen Unterstützerunterschriften-Hürden hierfür abgeschafft werden
- Förderung der Partizipation von EU-Bürgern, damit diese sich repräsentativ in der Kommunalpolitik einbringen
- Abgabe von städtischen Kompetenzen an die Bezirksebene für Bereiche, die eine intensive Kooperation von München mit dem Umland erfordern (ÖPNV, Gesundheitsversorgung etc.)
- Förderung der politischen Partizipation nicht wahlberechtigter Nicht-EU-Bürger
#12.5. Strukturell die eigene Verwaltung kontrollieren
Im Revisionsamt ist eine Kontrollinstanz zu schaffen, die von Bürgern und Verbänden vorgetragene Rechtsverstöße und Einsparmöglichkeiten umfassend prüft und dem Stadtrat und der Öffentlichkeit das Ergebnis mitteilt. Mit diesem Verfahren sollen Steuergeldverschwendung und Korruption sowie Verstöße gegen öffentliches Recht verhindert werden.
#Erfolge der ÖDP – in München und Bayern
Als dynamische, sachorientierte, ideologiefreie Partei der Mitte sind wir für alle Bürgerinnen und Bürger und Wähler die richtige Wahl. Wir setzen uns ein für eine werteorientierte und zukunftsfähige Politik, auch mit Volksbegehren und Bürgerentscheiden und konnten hier neue Maßstäbe setzen in Sachen Klimaschutz, Artenschutz, Verkehrswende, Energiewende und Stadtplanung:
#Bürgerbegehren „HochhausSTOP"
- 2025 mit dem Bürgerbegehren „HochhausSTOP" und der Klage gegen die Nicht-Zulässigkeit zusammen mit vielen Partnern die Möglichkeit offengehalten, die Bürgerinnen und Bürger über die dominanten 155m hohen Türme bei der Paketposthalle selbst zu entscheiden.
#ÖDP-Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten"
- 2023 ÖDP-Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten", gewonnen und mit über 60.000 Unterschriften das Quorum weit übertroffen
- Seit der Übernahme des Bürgerbegehrens durch den Stadtrat sind viele der im Flächennutzungsplan als „Allgemeine Grünflächen" ausgewiesenen Flächen dauerhaft vor einer Bebauung geschützt und damit Mikroklima, Artenvielfalt und Gesundheit gesichert.
#ÖDP-Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen"
- 2019 ÖDP-Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen" gewonnen mit dem Rekord von 1,7 Millionen Unterstützern und damit 18% der Wahlberechtigten
- Gleichzeitig ein Gentechnikverbot in Bayern und eine klimaneutrale Staatsverwaltung bis 2030 erzwungen
#Bürgerbegehren „Radentscheid" & „Altstadtradlring"
- 2019 mit den beiden erfolgreichsten Münchner Bürgerbegehren „Radentscheid" und „Altstadtradlring" einen Radl-Altstadtring sowie zahlreiche neue Radwege und neue Standards für besseren Radverkehr durchgesetzt
#ÖDP-Bürgerbegehren „Raus-aus-der-Steinkohle"
- 2014 als einzige Stadtratspartei den Kohleausstieg gefordert / beantragt
- 2017 das ÖDP-Bürgerbegehren „Raus-aus-der-Steinkohle" gewonnen und damit klimapolitisch neue Maßstäbe gesetzt
- Nach Widerstand nochmal durchgesetzt (Juli 2019); die Umsetzung erfolgt bis zur Abschaltung des Kohlekraftwerks 2022
#Bürgerbegehren gegen eine Dritte Startbahn
- 2012 Bürgerbegehren gegen eine Dritte Startbahn mit vielen Partnern gewonnen und damit auch vielen Anwohnern den Verlust ihrer Heimat und eine weitere Zerstörung des Erdinger Moos verhindert
#Erfolgreiche Stadtratsanträge (Auszug) und Initiativen in München
- Investoren sollen draußen bleiben: München holt sich die Großmarkthalle zurück! – Rückführung der Großmarkthalle in städtische Hand, zum Schutz kommunaler Infrastruktur und für mehr Gemeinwohlorientierung
- Holzbau-Offensive auf städtischem Grund – Mindestens 50% der Neubauten auf städtischen Grundstücken sollen in nachhaltiger Holzbauweise erfolgen
- Böllerverbot innerhalb des Mittleren Rings – Einstieg ins Verbot von Silvester-Feuerwerk in der Innenstadt zur Reduzierung von Feinstaub, Müll und Lärm
- Photovoltaik-Offensive auf kommunalen Dächern – Einführung einer verbindlichen Photovoltaik-Pflicht für Neubauten und verstärkter Ausbau erneuerbarer Energien auf städtischem Eigentum
- Erhalt von Sozialwohnungsquote („SoBoN nicht aufweichen") – Intervention gegen die Absenkung der sozialgerechten Bodennutzung; Sicherstellung von genügend bezahlbarem Wohnraum
- Mehr Bürgerbeteiligung bei Großprojekten – Ausbau direkter demokratischer Mitspracherechte (Informationsveranstaltungen, Beteiligungsverfahren u.a.)
- Tierschutz: Ausbau artgerechter Stadttaubenhäuser – Errichtung und Förderung von betreuten Taubenhäusern in der Stadt
- Mehr Tempo 30 für die Stadthygiene und Verkehrssicherheit – Ausweitung von Tempo-30-Zonen im Straßenverkehr für weniger Lärm, bessere Luft und mehr Sicherheit
- München riskiert Schwimmsicherheit von Kindern! – Verbesserung der Schwimmausbildung und -möglichkeiten für Kinder in München, um entgegenzuwirken, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen
- Einrichtung einer „Stabsstelle Biodiversität" bei der Stadt München – Zentralisierung und Koordination aller städtischen Aktivitäten zum Arten- und Naturschutz
- „Stadtgrünoffensive" – Mehr Bäume und Entsiegelungen in dicht bebauten Quartieren – Pflanzung zusätzlicher Straßenbäume, Schaffung kleiner Parks und gezielte Entsiegelungsmaßnahmen gegen Überhitzung und Verlust von Lebensräumen
- Verzicht der Stadt München auf Glyphosat und andere Pestizide – Städtische Selbstverpflichtung, kommunale Flächen pestizidfrei zu bewirtschaften
- Fertigstellung und Renaturierung des Hachinger Bachs – Offenlegung und Renaturierung bestehender Bachabschnitte zur Förderung städtischer Biodiversität, Klimaresilienz und Naherholung
- Städtische Bauprojekte nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung – Städtische Neubauten sind möglichst ressourcenschonend, recyclinggerecht und im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu planen und umzusetzen
- Weniger Flugverkehr und weniger Fluglärm über München – Initiative für aktiven Einsatz der Stadt gegen Flugausbau und zur Reduzierung von Lärmbelastung für die Bevölkerung
- Lärmschutz an Straßenbahnhaltestellen durch Begrünung und schallabsorbierende Materialien – Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Förderung des Mikroklimas an ÖPNV-Haltestellen
- Erhalt von Wildbienen- und Insektenhabitat in städtischen Grünanlagen – Praktische Maßnahmen für mehr Blühflächen, Insektenhotels und Schutz seltener Arten im Stadtgebiet
- Prüfung und Begrenzung des Flächenverbrauchs bei Großveranstaltungen – Entwicklung klarer Kriterien, dass Veranstaltungen (z.B. auf der Theresienwiese) möglichst wenig Natur- und Freiflächen beanspruchen
- Pilotprojekt „Essbare Stadt" – Förderung gemeinschaftlicher Urban-Gardening-Projekte, Pflanzung von Obstbäumen und Beerensträuchern an öffentlichen Wegen zur Verbesserung von Nahversorgung und Biodiversität
- Mit-Initiator von Ghost Bikes und Ride of Silence – Die ÖDP München engagiert sich zusammen mit dem ADFC und weiteren Gruppen für das Aufstellen von Ghost Bikes in der Stadt
- „Vision Zero" – Null Verkehrstote und Schwerverletzte als strategisches Ziel für München festgesetzt. Stadtweite Erfassung von besonders gefährlichen Kreuzungen und eine Liste von Sofortmaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit besonders für Radfahrende und Fußgänger
#Unsere Erfolge auf Landesebene: mehr Gesetze als die SPD
- Mehr bayerische Gesetze durchgesetzt als die SPD (seit 1946 im Landtag)
- ÖDP-Volksbegehren zur Abschaffung des Senats gewonnen (1998)
- ÖDP-Volksbegehren zur Verschlankung des Landtags gewonnen (1998)
- ÖDP-Klage gegen bayerisches Büchergeld an Schulen gewonnen (2006)
- ÖDP-Volksbegehren für besseren Nichtraucherschutz gewonnen (2010)
- ÖDP-Volksbegehren für besseren Artenschutz gewonnen (2019)
Impressum: V.i.S.d.P. Steffen Gölzner ÖDP Stadtverband München Schwanthalerstr. 120, 80339 München [email protected] www.oedp-muenchen.de
Verabschiedet auf dem Stadtparteitag der ÖDP München am 13.05.2025 Version 3.1 vom 06.08.2025 Redaktionelle Änderungen und Aktualisierungen bleiben vorbehalten