Quelle: Volt Munchen Wahlprogramm 2026 (PDF) Stand: September 2025 Herausgeberin: Volt Kreisverband Munchen, Welserstrasse 33, 81373 Munchen
#Volt: Ein starkes Munchen in einem starken Europa
Europa beginnt vor Ort -- in den Stadten, in den Kommunen, in unseren Vierteln. Genau hier entscheidet sich, wie wir die grossen Herausforderungen unserer Zeit bewaltigen, insbesondere die Klimakrise, wachsende soziale Ungleichheiten, die Bedrohung der Demokratie durch autoritare Stromungen, den Umgang mit globaler Migration, den demografischen Wandel und die digitale sowie wirtschaftliche Transformation. Als paneuropaische Partei sind wir uberzeugt: Diese Herausforderungen lassen sich nachhaltig nicht national losen. Sie erfordern ein neues politisches Denken -- vernetzt, zukunftsgerichtet und grenzubergreifend. Deshalb haben wir Volt gegrundet: eine politische Bewegung, die mittlerweile in 32 Landern Europas aktiv ist, um konkrete Losungen fur die Zukunft unseres Kontinents zu entwickeln -- und zwar vor Ort in den Landern und Kommunen.
In Munchen setzen wir uns fur eine Stadt ein, die allen gehort. Eine Stadt, die wirtschaftlich stark, sozial gerecht, okologisch verantwortungsvoll und digital zukunftsfahig ist. Unsere Politik ist dabei weder ideologisch noch technokratisch -- sie ist zukunftsorientiert, pragmatisch und faktenbasiert. Wir stellen die Frage: Was wirkt? Und was bringt Munchen tatsachlich weiter?
Volt steht fur eine progressive Politik: losungsorientiert, europaisch, verantwortungsbewusst. Wir wollen erreichen, dass Munchen eine Stadt ist, in der Innovation und gesellschaftlicher Zusammenhalt Hand in Hand gehen und so zum lebenswertesten Ort Europas wird.
#Vision fur Munchen
- Eine Stadt, in der Wohnraum nicht langer ein Luxus ist, sondern ein soziales Grundrecht fur alle
- Bezahlbare Mieten durch schnelles, nachhaltiges und sozial gerechtes Bauen
- Die ganze Stadt wird zu einem grossen, parkartigen Lebensraum mit vielfaltigen, durchmischten Quartieren
- Supermarkte, Spielplatze, Schulen, Kitas, Arzte, Apotheken, Restaurants, Cafes in maximal 15 Minuten erreichbar
- Flachendeckendes, einheitliches Mehrwegsystem fur To-Go-Produkte
- Jedes Gebaude tragt Solarzellen, zusammen mit Geothermie fur stabile Energiepreise
- Fernkalte ersetzt ineffiziente Klimaanlagen
- Munchen App fur alle stadtischen Anliegen: Verwaltungstermine, OPNV-Tickets, Burgerbeteiligung
- Flachendeckend ausgebautes Netz an Radwegen und Fussgangerzonen
- Leistungsfahiger und barrierefreier OPNV
- Innovationszentren fur neue Ideen und nachhaltige Arbeitsplatze
- Gelebte Demokratie mit Quartiersentscheidungen durch Bewohner*innen
#Die Grundprinzipien unserer politischen Arbeit
#Europaisches Denken und Handeln
Munchen ist nicht nur Kommune, sondern Teil Europas -- politisch, wirtschaftlich, kulturell. Volt denkt Politik europaisch: kooperativ, solidarisch und auf langfristige Losungen ausgerichtet. Ob beim Klimaschutz, der Fachkraftezuwanderung oder dem Umgang mit Migration -- viele lokale Herausforderungen lassen sich nur im europaischen Kontext sinnvoll losen.
Konkrete Massnahmen:
- Sich bei der Stadtentwicklung an bewahrten europaischen Modellen orientieren
- Die Verkehrswende nach dem Vorbild erfolgreicher europaischer Stadte gestalten
- Die Zuwanderung von internationalen Fachkraften als europaische Chance begreifen
- Erfolgreiche padagogische Konzepte aus ganz Europa fur Munchen nutzen
- Europa im Viertel durch EU-Aktionswochen und Schulprojekte greifbar machen
- Munchen aktiv in europaische Stadtenetzwerke einbinden
#Wirtschaftsfreundlicher Standort
Munchens wirtschaftlicher Erfolg basiert auf einer vielfaltigen Unternehmenskultur und gut ausgebildeten Fachkraften. Die Steuern, die Unternehmen hier zahlen, finanzieren einen grossen Teil unseres stadtischen Lebens. Volt setzt sich fur ein wirtschaftsfreundliches Umfeld ein, das Innovation ermoglicht, Fachkrafte gewinnt und faire Arbeit schafft. Unser Ziel ist die "Munchner Mischung": eine Stadt mit Raum fur unterschiedliche Branchen, Grossen und Ideen.
Konkrete Massnahmen:
- Munchen als europaische Pilotstadt fur autonomes Fahren positionieren
- Die Zuwanderung von internationalen Fachkraften aktiv erleichtern
- Ein starkes Okosystem fur Grunder*innen und Start-ups schaffen
- Ausreichend Gewerbeflachen fur Handwerk, Handel und Industrie sichern
- Den Innovationsstandort durch die Kopplung von Forschung und Wirtschaft gezielt starken
- Eine serviceorientierte, digitale Verwaltung als echten Standortvorteil etablieren
#Soziale Gleichberechtigung
Wir schaffen ein Munchen, in dem alle Menschen die gleichen Chancen haben. Teilhabe beginnt bei bezahlbarem Wohnraum, guter Bildung, einem gerechten Zugang zum Arbeitsmarkt und zu sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Angeboten.
Konkrete Massnahmen:
- Den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen und sozial gerecht steuern
- Teilhabe durch einen konsequent barrierefreien und bezahlbaren OPNV ermoglichen
- Faire Lohne und gute Arbeitsbedingungen fordern und Grunder*innen unterstutzen
- Kultur fur alle durch vielfaltige, zugangliche und gemeinschaftliche Angebote fordern
- Chancengleichheit durch konsequenten Ausbau von Kita- und Ganztagsplatzen fordern
- Eine inklusive und barrierefreie Verwaltung fur alle Burger*innen schaffen
#Umwelt- & Klimaschutz
Die Klimakrise ist die grosste Herausforderung unserer Zeit -- auch fur Munchen. Volt versteht Klimaschutz nicht als Einschrankung, sondern als Chance fur Fortschritt: mit einer innovativen Wirtschaft, zukunftssicheren Arbeitsplatzen, besserer Luft, mehr Grun, weniger Hitzestress und einer resilienten Infrastruktur.
Konkrete Massnahmen:
- Die Verkehrswende durch den Ausbau des Rad- und Fussverkehrs vorantreiben
- Die Kreislaufwirtschaft im Bausektor etablieren (zirkulares Bauen)
- Die Stadt durch Entsiegelung und Begrunung an den Klimawandel anpassen
- Eine nachhaltige Energieversorgung durch Geothermie und Solarenergie ausbauen
- Den motorisierten Individualverkehr reduzieren und den OPNV starken
- Munchen zur Vorreiterin fur grune Technologien und nachhaltiges Wirtschaften machen
#Faktenbasierte & pragmatische Politik
Volt macht Politik, die wirkt -- nicht nur gut klingt. Wir stutzen uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse, bewahrte Modelle und offene Evaluation. Wir prufen, ob Massnahmen funktionieren -- und passen sie an, wenn sie es nicht tun.
Konkrete Massnahmen:
- Bewahrte Modelle wie den "Hamburg-Standard" fur gunstigeres Bauen ubernehmen
- Innovationen in "regulatorischen Sandboxes" risikofrei erproben
- Mehrwert fur alle Beteiligten durch die Nutzung neuer Beschaffungsformen schaffen
- Eine Open-Data-Strategie, die innovative Losungen fur Stadt und Unternehmen ermoglicht
- Erfolgreiche padagogische Konzepte aus ganz Europa fur Munchen nutzen
- Burgerrrate als Pilotprojekte starten und wissenschaftlich begleiten
#Intelligente Stadt -- einfach und digital
Eine moderne Stadt muss den Alltag der Menschen einfacher machen -- nicht komplizierter. Volt will eine Verwaltung, die digital erreichbar, verstandlich und serviceorientiert ist.
Konkrete Massnahmen:
- Eine flachendeckende und intelligente Ladeinfrastruktur schaffen
- Den Verkehr durch digitale und intelligente Systeme effizienter steuern
- Eine Open-Data-Strategie fur Transparenz und Innovation umsetzen
- Die "Munchen App" zum digitalen Schlussel fur alle Lebensbereiche ausbauen
- Die digitale Bildung und Medienkompetenz an allen Schulen starken
- Eine burgerfreundliche, digitale Verwaltung als zentralen Service aufbauen
#IM DETAIL: Bauen & Wohnen
"Bezahlbar, nachhaltig, lebenswert -- so bauen wir das Munchen von morgen."
Volt setzt sich fur bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte, klimaresiliente Stadtviertel ein. Wir verstehen Wohnen als ein soziales Grundrecht. Unsere Stadtentwicklung folgt dem Prinzip sozialer Gerechtigkeit ebenso wie dem Anspruch auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
#Mehr Wohnraum -- schneller bauen, klug verdichten, sozial gerecht steuern
Herausforderung: Munchen wachst -- aber der Wohnungsbau halt nicht Schritt. Die Folge: explodierende Mieten, lange Wartelisten (mit rund 50.000 Menschen, die aktuell eine geforderte Wohnung suchen), sozialer Druck und Verdrangung. In der Aufstockung bestehender Gebaude liegt enormes Potenzial. Neben schnelleren Verfahren braucht es auch kostengunstigeres Bauen -- hier liefern der Hamburg-Standard und der bundesweite Bau-Turbo entscheidende Impulse.
Ziel: Wohnungsbau in Munchen beschleunigen, sozialen Wohnraum systematisch ausbauen und die Stadtentwicklung starker am Gemeinwohl und am Klimaschutz ausrichten. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen deutlich verkurzt werden. Durch den Einsatz standardisierter, qualitatsgesicherter Bauweisen nach Vorbild des Hamburg-Standards sollen die Baukosten spurbar gesenkt werden.
Vorgehen:
- Weiterentwicklung der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN): Anteil an sozialem Wohnraum bei Neubauten verbindlich erhohen -- perspektivisch auf bis zu 60 Prozent
- Potenziale im Bestand starker nutzen: Voraussetzungen fur Aufstockungen und kluge Nachverdichtung verbessern
- Klimagerechte, ressourcenschonende und lebenswerte Gestaltung bei Neubauten: Dachbegrunung, Solarenergie, genugende Freiflachen
- Stadtische Wohnungsbaugesellschaft Munchner Wohnen: Mehr als 2.000 neue Wohnungen pro Jahr; Wiener Modell als Vorbild
- Prufung eines einkommensabhangigen Mietmodells fur stadtische Wohnungen
- Hamburg-Standard in Munchen prufen und anwenden: standardisierte Grundrisse, modulare Bauweisen -- Baukosten sinken um bis zu ein Drittel
- "Bau-Turbo" der Bundesregierung kommunal umsetzen: digitalisierte Antragsverfahren, One-Stop-Prinzip, Typengenehmigungen, serielles Bauen
- Grossprojekte wie im Munchner Norden konsequenter voranbringen mit verbindlichen Masterplanen bis 2030
- Genossenschaften und nicht-profitorientierte Bauherren gezielt fordern
- Werkswohnungen durch gezielte Anreize (gunstige Erbpachtmodelle, steuerliche Vorteile, schnelle Genehmigung)
- Stadtisches Leerstandsmanagement aufbauen; digitale Plattformen zur Vermittlung von Zwischennutzungen fordern
#Faire Mieten sichern
Herausforderung: In Munchen zahlen viele Menschen einen uberproportional hohen Anteil ihres Einkommens fur Miete. Schon heute geben zahlreiche Haushalte mehr als 30 Prozent ihres Einkommens fur Miete aus. Besonders betroffen sind Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.
Ziel: Wohnungsmarkt gerechter gestalten. Mieter*innen wirksam vor Verdrangung schutzen, Mietpreisexplosion bei Neuvermietungen dampfen und mehr Transparenz auf dem Mietmarkt schaffen. Gemeinwohlorientierten Wohnungssektor gezielt starken.
Vorgehen:
- Stadtische Grundstucke nur noch im Erbbaurecht vergeben -- ausschliesslich an Bautrager, die langfristig bezahlbare Mieten garantieren
- Vergabe nach sozialem Mehrwert, nicht nach Hochstgebot
- Verbindliche Mietobergrenzen bei privaten Bauprojekten mit stadtischer Forderung
- Erhaltungssatzungen (Milieuschutz) gezielt ausweiten
- Stadtische Ombudsstelle fur Mietkonflikte einrichten
- Kostenlose Mieterberatungen fur besonders vulnerable Gruppen starken
- Innovative Modelle bei stadtischen Wohnungsunternehmen: sozial gestaffelte Mieten nach Wiener Vorbild, gezielte Anreize fur Umzuge im Bestand, koordinierte Tauschborsen fur Wohnungen
#Zirkulares Bauen -- Ressourcen sparen, Klima schutzen, Zukunft gestalten
Herausforderung: Die Bauwirtschaft zahlt zu den grossten Verursachern von CO2-Emissionen und Abfall in Deutschland. Uber 55 Prozent des gesamten Abfallaufkommens entstehen im Bau- und Abrisssektor.
Ziel: Zirkulare Prinzipien fest im kommunalen Bauwesen verankern -- Bauen mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus, mit wiederverwertbaren Materialien und mit digitaler Dokumentation aller Baustoffe.
Vorgehen:
- Zirkulare Mindeststandards in stadtischen Ausschreibungen: Materialpasse, Lebenszyklusanalysen, modulare Bauweisen
- Bauprojekte mit Re-Use-Anteilen oder Cradle-to-Cradle-Ansatzen gezielt fordern
- Pilotprojekte mit TU Munchen und Bauwirtschaft
- "Materialdepot Munchen": ruckgebaute Bauteile (Fenster, Turen, Stahltrager) fur die Wiederverwendung lagern und vermitteln
#Klimaresilient leben -- heute und morgen
Herausforderung: Munchen spurt die Folgen der Klimakrise bereits heute: Extremwetterereignisse und Hitzewellen nehmen zu. Versiegelte Flachen und Gebaude heizen sich stark auf.
Ziel: Munchen strukturell und sozial auf die Herausforderungen von Hitze und Extremwetter vorbereiten. Biodiversitat gezielt fordern, Lebensqualitat in allen Stadtteilen sichern, Hitzevorsorge als festen Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge etablieren. Klimagerechtigkeit: Menschen in benachteiligten Vierteln benotigen am vordringlichsten Massnahmen.
Vorgehen:
- Konsequente Flachenentsiegelung: stadtischen Entsiegelungsfonds einrichten, "Entsiegelungsbonus" fur Bauherren
- Begrunung von Dachern und Fassaden bei Neubauten und grosseren Sanierungen verpflichtend
- Ausbau des Fernkaltenetzes der Stadtwerke Munchen
- "Kuhle Oasen" (Kirchen, Bibliotheken, Kulturhauser) systematisch ausweisen und in die Munchen App integrieren
- Flachendeckend installierte Trinkwasserbrunnen und Sitzmoglichkeiten
- "Schwammstadt"-Konzept: festgelegter Anteil an Grun- und Versickerungsflachen bei Neubauten
- Insektenfreundliche Bepflanzung, Schutz bestehender Biotopverbindungen
- Begrunung von bislang ungenutzten Flachen (Innenhofe, Bushaltestellen nach Vorbild Utrecht)
#Saubere Energie, stabile Preise -- fur eine gerechte und nachhaltige Versorgung
Herausforderung: Die Energiepreise sind stark gestiegen -- besonders belastend fur Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. Die Stadtwerke Munchen (SWM) haben 2025 das Ziel erreicht, rechnerisch so viel Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, wie ganz Munchen verbraucht (rund 6,7 Terawattstunden).
Ziel: Faire, stabile und nachhaltige Energieversorgung fur alle Munchnerinnen -- unabhangig von Krisen und Preissprungenam Energiemarkt. Gewinne aus dem Stromgeschaft sollen der Stadt und ihren Burgerinnen zugutekommen.
Vorgehen:
- Preisgestaltung der SWM sozialer und gerechter machen: gestaffelter Tarif fur Haushalte mit geringem oder mittlerem Einkommen
- Gezielte Reinvestition von Gewinnen in erneuerbare Infrastruktur und soziale Tarife
- Konsequenter Ausbau der Fernwarmenetze (Geothermie) und Fernkaltenetze
- Kombination mit Speicherkapazitaten und innovativen Technologien (Nahwarmenetze, intelligente Laststeuerungen)
- Verpflichtende Solarquoten auf stadtischen Gebauden
- Private Solaranlagen starker fordern
#IM DETAIL: Mobilitat
"Stadt fur Menschen, nicht fur Staus -- klimafreundlich und sicher unterwegs."
Volt schafft ein modernes, sicheres und klimagerechtes Mobilitatssystem, das auf OPNV, Rad- und Fussverkehr setzt -- fur weniger Staus, saubere Luft und eine Stadt, die den Menschen gehort.
#Barrierefreier OPNV-Ausbau, bessere Taktung & attraktive Anreize
Herausforderung: Das OPNV-System in Munchen steht unter wachsendem Druck: Busse stecken im Stau, neue Tramtrassen scheitern an Raum-Konflikten, der Ausbau des U-Bahn-Netzes kommt nur schleppend voran. Noch nicht alle Haltestellen sind barrierefrei.
Ziel: Offentlicher Nahverkehr, der leistungsfahig, inklusiv und zukunftsfest ist -- so attraktiv, dass Menschen immer haufiger den OPNV dem eigenen PKW vorziehen. Kinder sollen kostenfrei fahren konnen. Unternehmen sollen starkere Anreize erhalten, ihren Angestellten ein Deutschlandticket zu vergunstigen.
Vorgehen:
- Verlangerung der U-Bahn-Linien (z.B. U5 nach Pasing, U6 nach Martinsried) konsequent vorantreiben
- Geplante Tramprojekte (West- und Nord-Tangente) in die Umsetzung bringen
- Mehr Kapazitaten, dynamische Taktverdichtungen, erweiterte Betriebszeiten (abends und am Wochenende)
- Beruf der Fahrzeugfuhrer*in attraktiver machen
- Projekt MINGA zur Mobilitat der Zukunft unterstutzen
- Barrierefreie und sichere Haltestellen bei jeder Sanierung
- Stadtweite Kampagne fur Deutschland-Ticket als Mitarbeiter-Benefit
- Verbesserte steuerliche Anreize fur Jobtickets auf Landes- und Bundesebene
#Altstadt fur Alle und die zukunftige Rolle des Autos in der Stadt
Herausforderung: Viele Teile der Stadt leiden unter Larm, schlechter Luft und fehlendem Platz fur Fuss- und Radverkehr. Die Umstellung zu E-Mobilitat kommt schleppend voran. Autonomes Fahren wird nicht ausreichend unterstutzt.
Ziel: Altstadt zu einem offentlichen Raum fur alle machen -- mit moglichst wenig motorisiertem Individualverkehr. Autoverkehr bundeln, steuern und in Tiefgaragen/Quartiersgaragen verlagern. Gesamten motorisierten Individualverkehr langfristig reduzieren und komplett auf elektrische Antriebe umstellen. Munchen zur europaischen Modellstadt fur autonom fahrende Fahrzeuge machen.
Vorgehen:
- Carsharing-Angebote fordern mit exklusiven Stellplatzen an Mobilitatspunkten
- Weitere Tempo 30 Zonen an kritischen Stellen; kritische Hinterfragung von Tempo 30 am Mittleren Ring (Donnersberger Brucke)
- City-Maut einfuhren mit Vergunstigungen fur elektrische Fahrzeuge
- Einnahmen gezielt fur Mobilitatskonzept verwenden (E-Fahrzeuge fur mobilitatseingeschrankte Personen, elektrische Lieferfahrzeuge)
- Intelligente Verkehrssteuerung
- Aufbau offentlicher Ladesaulen beschleunigen (Parkhauser und offentlicher Strassenraum)
- Verfugbarkeit und Ladeleistung in Echtzeit uber Munchen App
- Munchen als Pilotstadt fur autonom fahrende Fahrzeuge im Nahverkehr
- Schrittweise Reduktion des Parkraums fur Privatfahrzeuge in der Altstadt
- Erhohung der Parkgebuhren im offentlichen Raum
- Ausweitung der Fussgangerzonen uber Kaufinger und Sendlinger Strasse hinaus
#Sicher unterwegs -- Die Fahrradstadt Munchen
Herausforderung: Laut ADFC-Fahrradklima-Test 2024 bewerten Radfahrer*innen die Stadt nur mit der Schulnote 3,9. Viele fuhlen sich beim Radfahren unsicher.
Ziel: Munchen zu einer echten Fahrradstadt machen -- sicher, komfortabel und attraktiv fur alle Altersgruppen. Orientierung an Tubingen, Kopenhagen, Amsterdam oder Paris. Mehr Fahrradabstellplatze -- uberdacht, sicher und gut erreichbar -- sowie Begrunung entlang der Hauptrouten.
Vorgehen:
- Konsequente Umsetzung des Radentscheids (ubernommen 2019 von uber 160.000 Munchner*innen)
- Mindestens 20 km neue Radwege pro Jahr
- Hauptrouten nach aktuellen Qualitatsstandards ausbauen: breite Wege, getrennt vom motorisierten Verkehr
- Schwachstellen an Kreuzungen und Einmundungen systematisch entscharfen
- Vorrangrouten auf Hauptachsen und sichere Radschneisen durch die Innenstadt
- Uberdachte, sichere, wohnortnahe Abstellmoglichkeiten
- Begrunung und Hitzeschutz entlang vielbefahrener Radrouten
#Zu Fuss durch Munchen -- sicher, grun und barrierefrei
Herausforderung: In Munchen legen die Menschen mehr Wege zu Fuss zuruck als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Trotzdem sind Gehwege in vielen Stadtteilen zu schmal, zugeparkt oder schlecht beleuchtet.
Ziel: Munchen fussganglerfreundlicher machen. Breite und sichere Fusswege, Begrunung von Gehwegen und Strassenzugen, wohnortnahe Begegnungsraume. Funktionalere Strassenbeleuchtung.
Vorgehen:
- Gehwege konsequent vom ruhenden Verkehr freihalten
- Parkflachen im offentlichen Raum umwidmen zugunsten von Bewegungsfreiheit
- Pilotprojekte zur Neuordnung des Verkehrsraums mit dezentralen Fussgangerzonen
- Direkte Beteiligung der Stadtteilbewohner*innen bei Umgestaltung
- Mehr schattenspendende Begrunung, Sitzgelegenheiten, sichere Querungen an Schulen, barrierefreie Wegeverbindungen
#Stadt der kurzen Wege
Herausforderung: Viele Menschen verbringen taglich viel Zeit mit Wegen. Neue Quartiere werden oft nicht integrierend genug geplant. Es fehlt eine systematische Ausrichtung an dem Konzept der 15-Minuten-Stadt.
Ziel: Munchen flachendeckend zu einer Stadt der kurzen Wege weiterentwickeln. In jedem Stadtbezirk mindestens zwei Pilotquartiere nach dem Prinzip der 15-Minuten-Stadt. Bestehende stadtische Sportanlagen modernisieren und in die Quartiere integrieren.
Vorgehen:
- Stadtweiten Entwicklungsrahmen fordern (Stadtplanung, Mobilitat, Bildung, Nahversorgung, Kultur, Klima)
- Superblocks und Quartiersplatze ausweiten mit konsequenter Burgerbeteiligung
- Bestehende Stadtviertel analysieren: Wo fehlen Kitas, Grunflachen, Gesundheitsversorgung, Sportanlagen?
- Neue Quartiere (Bayernkaserne, Freiham) von Anfang an als 15-Minuten-Stadt konzipieren
- Sichere Geh- und Radwege, Mobilitatsstationen, Carsharing-Parkplatze quartiernah
- Uber Munchen App: Anzeige erreichbarer Angebote in 15 Minuten (zu Fuss, Fahrrad, OPNV)
#IM DETAIL: Arbeit & Wirtschaft
"Munchen: Europas Wirtschaftsstandort Nr. 1 -- nachhaltig und zukunftssicher."
Volt starkt Munchens Rolle als europaischer Innovationsstandort -- durch die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung. Ziel: neue Arbeitsplatze -- fair und klimafreundlich. Wir setzen auf die "Munchner Mischung" -- ein ausgewogenes Nebeneinander von kleinen und grossen Unternehmen.
#Fachkrafte gewinnen, Burokratie abbauen -- mit digitaler Verwaltung
Herausforderung: Langwierige Verwaltungsverfahren bei Arbeitserlaubnissen, Aufenthaltstiteln und Anerkennung auslandischer Abschlusse fuhren zu erheblichen Verzogerungen. Die Auslanderbehorde wird zum Flaschenhals.
Ziel: Munchen als international wettbewerbsfahiger Wirtschaftsstandort -- funktionierende, serviceorientierte Einwanderungspraxis.
Vorgehen:
- Mehr Personal in der Auslanderbehorde, digital geschult und serviceorientiert
- "Fast Lane Fachkrafte": spezialisiertes Team fur Blue-Card-Inhaber*innen und qualifizierte Arbeitskrafte
- Ausbau digitaler Verfahren: Online-Terminvergabe, Statusportal zur Antragsverfolgung, klare Ruckmeldefristen
- Feste Ansprechpartner*innen fur Unternehmen mit regelmassigem Fachkraftebedarf
#Munchner Weiterbildungsnetzwerk -- digital fit fur die Zukunft
Herausforderung: Der Fachkraftemangel trifft auch Munchen. Ubersicht uber bestehende Weiterbildungsangebote fehlt. Angebote oft nicht auf Future Skills ausgerichtet.
Ziel: Stadtische Weiterbildungsberatung zu einem umfassenden Weiterbildungsnetzwerk Munchen weiterentwickeln. Alle relevanten Trager (VHS, IHK, HWK, Agentur fur Arbeit, private Anbieter) vernetzen. Besonderer Fokus auf Digital Literacy.
Vorgehen:
- Zentrale digitale Plattform fur alle Weiterbildungsangebote (ubersichtlich, barrierefrei, aktuell)
- Gezielt Programme zur Digital Literacy fordern
- Bestehende Weiterbildungsmoglichkeiten auf Relevanz fur Future Skills uberprufen
- Neue bedarfsgerechte Formate gemeinsam mit Tragern entwickeln
#Wirtschafts- und Innovationsstandort Munchen
Herausforderung: Die TU Munchen hat in den vergangenen zehn Jahren 1116 Unternehmensgrundungen hervorgebracht -- die meisten universitaren Start-ups im deutschsprachigen Raum. Es fehlt aber an Gewerbeflachen fur Handwerk, Handel und Industrie.
Ziel: Forderprogramme gezielt auf Start-ups ausrichten, die langfristig den grossten Nutzen bieten. Breit aufgestellte Unternehmenslandschaft (Industrie, Handwerk, Handel). Ausreichend bezahlbare Gewerbeflachen sichern.
Vorgehen:
- "Munchner Grundungsburo" weiter starken und erweitern
- Kontakte zwischen wachstumsstarken Start-ups und grossen etablierten Unternehmen (DAX-Unternehmen als "Business Angels") anbahnen
- Start-up Festivals und Business-Angels-Messen
- Sicherung und Entwicklung von Gewerbeflachen; Revitalisierung von Bestandsflachen; bezahlbare Mieten fur Handwerks- und Industriebetriebe
- Regulatorische Sandboxes in KI, Mobilitat, Biotechnologie, Smart City
#Gemeinsam Mehrwert schaffen -- neue Beschaffungsformen
Herausforderung: Stadtische Herausforderungen stossen mit Vergabeverfahren der Vergangenheit an ihre Grenzen.
Ziel: Innovative Vergabeformen nutzen fur energieeffizienten Wohnungsbau, Quartiersgaragen mit Mobilitatskonzept, Smart-City-Infrastruktur.
Vorgehen:
- Public-Private-Partnership (PPP) fur Grossprojekte uber 50 Mio. Euro ergebnisoffen prufen
- Spielraume des Vergaberechts ausschopfen; Direktauftrage unterhalb des Schwellenwertes fur innovative Vertragsformen nutzen
- Partnerschaftliche Pilotprojekte: energieeffiziente Quartiersbauten, Quartiersgaragen mit Carsharing, Smart-City-Infrastrukturen
- Mittelstandsfreundliche Beteiligung sicherstellen
- Ergebnisoffene Workshops mit Wirtschaftsverbanden (Bayerischer Bauindustrieverband, Landesverband Bayerischer Bauinnungen)
#Open Data fur Innovation, Transparenz und neue Geschaftsmodelle
Herausforderung: Viele Daten der Stadt Munchen bleiben ungenutzt. Dem Open-Data-Portal fehlen Tiefe, Aktualitat und maschinenlesbare Formate.
Ziel: Munchen zur echten Open-Data-Stadt machen. Offene, hochwertige, standardisierte Daten fur Unternehmen, Start-ups, Forschung und Zivilgesellschaft. Open Data als Teil der digitalen Daseinsvorsorge (keine personenbezogenen Daten).
Vorgehen:
- Open-Data-Portal deutlich ausbauen mit mehr Datensatzen, hoherer Aktualitat, standardisierten maschinenlesbaren Formaten
- Offene Schnittstellen (APIs) bei neuen stadtischen IT-Projekten von Beginn an mitdenken
- Open-Data-Wettbewerbe und gemeinsame Pilotprojekte mit Hochschulen, Start-ups, Unternehmen
- Offene Daten in Munchen App integrieren (Umweltinformationen, Mobilitatsangebote)
- Begleitende Schulungsangebote
#IM DETAIL: Kultur & Leben
"Vielfalt fordern und Raume schaffen -- fur eine lebendige Stadt."
Volt starkt kulturelle Vielfalt, sichert Freiraume und macht Kultur, Nachtleben und gemeinschaftliche Angebote fur alle zuganglich.
#Kultur fur alle -- vielfaltig, zuganglich, gemeinschaftlich
Herausforderung: Kulturangebote sind oft institutionell gepragt, teuer oder schwer zuganglich. Freie Kunstler*innen und junge Talente haben es schwer, sichtbar zu werden.
Ziel: Munchen, in dem Kultur auf der Strasse stattfindet, Nachbarschaften verbindet und ohne grossen Geldbeutel erlebbar ist.
Vorgehen:
- Kultur-Patenschaftsmodell: Burger*innen unterstutzen Kulturprojekte uber die Stadt als Mittler
- Strassenfeste, Urban Gardening & Pop-up-Kultur erleichtern durch einfache Genehmigungen
- Gasteig als offene Begegnungsstatte mit breitem Kulturangebot (auch junge, experimentelle, partizipative Formate)
- Mehr Auftritts- und Ausstellungsflachen im offentlichen Raum
- Vielfaltiger Strassenmusik: Regulierungen abbauen
- "Fit & Culture im Park" auf 14 Parks erweitern
- Olympiapark als ganzjahriger Community-Kultur-Campus
#Freiraume fur Vielfalt -- Queeres Leben und Subkultur
Herausforderung: Queeres Leben und alternative Kulturszenen fehlen oft Raum, Sichtbarkeit und Sicherheit.
Ziel: Munchen, in dem queeres Leben und Subkultur selbstverstandlich dazugehoren. Queere Perspektiven strukturell mitdenken -- in Bildung, Kultur, offentlicher Sicherheit und Stadtplanung.
Vorgehen:
- Stadtische Strategie zur Entfaltung queerer Kultur und Subkultur
- Kulturforderung explizit fur queere, intersektionale und subkulturelle Projekte
- Sichtbarkeit queerer Geschichte durch Erinnerungsorte (Strassennamen, Ausstellungen, digitale Angebote)
- Ansprechpersonen fur LGBTQIA+ bei Polizei und Verwaltung
- Gendersensible Sprache in allen Amtern
- Diskriminierungsfreier Zugang zu Forderungen, Raumen und Infrastruktur
#Sicher statt stigmatisiert -- Umgang mit Substanzgebrauch modernisieren
Herausforderung: Substanzgebrauch ist Teil moderner Stadtgesellschaften. Der gesellschaftliche Umgang ist oft von Tabuisierung und Kriminalisierung gepragt.
Ziel: Zeitgemasser, akzeptierender und gesundheitsorientierter Umgang mit Substanzgebrauch. Risiken minimieren, Resilienz starken, Hilfe niedrigschwellig und wurdevoll gestalten.
Vorgehen:
- Kontinuierliche, zielgruppengerechte Kampagnen gegen Stigmatisierung und zu Safer Use
- Stadtische Warnmeldungen bei lokalen Gefahrenlagen
- Am Ziel festhalten, Modellkommune fur kontrollierte Abgabe von Cannabis zu werden
- Drug Checking einfuhren, sobald moglich
- Mobile Versorgungsangebote starken, Munchner Drogennothilfe ausbauen
- Sichere Orte in (Jugend-)Clubs und Sportvereinen
- Fruhe Aufklarung uber Substanzgebrauch ab 12 Jahren
- Gestarkte Schulsozialarbeit; integrierte Pravention zu Mediennutzung und Substanzgebrauch
- Bei Konsumdelikten: Bussgeld und Beratung statt Gefangnis
- Passive, deeskalierende Polizeiprasenz
- Erweiterter Frankfurter Weg: Einrichtung von Konsumraumen vorbereiten
#Die digitale Stadt im Alltag -- mit der Munchen App als Schlussel
Herausforderung: Viele Angebote des Alltags sind auf verschiedene Plattformen verteilt. Formulare mussen oft ausgedruckt, Antrage personlich eingereicht werden.
Ziel: Munchen zur digitalen Vorreiterstadt machen. Die bestehende Munchen App zur zentralen Plattform ausbauen -- digitaler Schlussel fur Verwaltung, Kultur, Mobilitat und Alltag. Bis 2030 soll die Munchen App fur die Mehrheit der Burger*innen zur ersten Anlaufstelle werden.
Vorgehen:
- Integration von: Terminvergabe, digitale Burger-ID, Benachrichtigungen zu Antragen, Feedback-Tools, Ticketkauf (OPNV, Kulturveranstaltungen), personalisierter Kultur-/Veranstaltungskalender, Live-Umweltdaten, Stadtteilangebote, Beteiligungsmoglichkeiten
- Offene Schnittstellen fur andere Plattformen
- Agile Entwicklung: Was zuerst umgesetzt wird, entscheiden die Burger*innen selbst
- Umfassende Digitalisierung der stadtischen Verwaltung: einfache Sprache, Ubersetzungen, Vorlesefunktion, Chatbot
- KI-gestutzter Assistent in der Munchen App
- Begleitende Beratung und analoge Alternativen fur Menschen ohne hohe digitale Kompetenzen
#Nachtleben schutzen -- temporare "Kulturzonen" ernennen
Herausforderung: Das Munchner Nachtleben steht unter Druck. Orte der Begegnung verschwinden durch fehlenden Raum und mangelnde Toleranz.
Ziel: Nachtleben fordern und gestalten durch klare Zonen und verlassliche Regeln. Strassenabschnitte zeitweise als "Kulturzonen" ausweisen (z.B. Mullerstrasse, Hans-Sachs-Strasse, Turkenstrasse, Frauenplatz).
Vorgehen:
- Einfuhrung offizieller "Kulturzonen" mit Schutz des Nachtlebens
- Gastro-Betriebe konnen eigenverantwortlich uber Offnungszeiten entscheiden
- Konflikte mit Anwohnenden durch Larmschutzmassnahmen und bauliche Anpassungen entscharfen
- Orientierung an Beispielen aus Dusseldorf und Koln
- Einfuhrung eines/einer Nachtburgermeister*in
- Praventionsangebote vor Ort, deeskalierende Polizeistrategie
#Weniger Mull, mehr Mehrweg -- Munchen macht Schluss mit Einwegverpackungen
Herausforderung: Jeden Tag fallen Hunderttausende Einwegbecher und Essensverpackungen an. Die bestehende Mehrweg-Angebotspflicht fuhrt zu Inselloesungen.
Ziel: Einwegverpackungsmull bis 2027 weitgehend aus dem Stadtbild verbannen. Munchen als erste deutsche Grossstadt mit einheitlichem und flachendeckendem Mehrwegsystem.
Vorgehen:
- Verpflichtendes "Munchner Mehrweg-System" fur Speisen und Getranke zum Mitnehmen
- Ab 2027: Ausgabe von Einwegverpackungen im To-Go-Bereich nicht mehr erlaubt
- Zentrale Ausschreibung eines stadtweiten Mehrweg-Pools (einheitliche Pfandhohe, Ruckgabeoptionen)
- Systemanbieter ubernimmt Logistik, Reinigung und Lieferung
- Stadtische Info-Kampagne zur Begleitung, aktive Unterstutzung der Betriebe
#IM DETAIL: Bildung & Betreuung
"Gute Bildung braucht starke Strukturen -- fur echte Chancen von Anfang an."
Wir investieren in fruhkindliche Betreuung, moderne Schulen und gezielte Forderung -- weil Bildung der Schlussel zu Teilhabe von Anfang an ist.
#Ausbau von Krippen-, Kita- und Ganztagsplatzen
Herausforderung: Versorgung mit Kita-, Hort- und Ganztagsplatzen trotz Ausbauprogramme vielerorts unzureichend. Besonders betroffen: Kinder unter drei Jahren, Kinder mit besonderem Forderbedarf, alleinerziehende Eltern, armutsgefhardete Haushalte, Familien mit Flucht-/Migrationserfahrung. Starke Ungleichheit je nach Trager. Ab Schuljahr 2026/27 schrittweise Rechtsanspruch auf ganztge Betreuung.
Ziel: Jedes Kind hat von Anfang an die gleichen Chancen. Verlassliche, kindgerechte Infrastruktur. Eltern sollen echte Wahlfreiheit haben. Tragervielfalt.
Vorgehen:
- Tragervielfalt sichern: EKI-Forderprogramm und EKI-Plus-Forderung dauerhaft fortfuhren
- Munchner Kitaforderung (MKF) grundlegend reformieren: Defizitausgleichsmodell durch Pauschalmodell ersetzen (planbare Forderung pro belegtem Platz)
- Faire und inklusive Mittagsbetreuung: Neue ArGe Mittagsbetreuung mit allen Tragern gleichberechtigt
- Einheitliche Bedingungen fur Ferienbetreuung unabhangig vom Trager
- Finanzielle Unterstutzung fur freie Trager bei kostenfreien Ferienangeboten
- Faire und tarifgebundene Bezahlung in allen geforderten Einrichtungen
- Vereinfachte Anerkennung auslandischer Berufsabschlusse
- Starkung der Arbeitsbedingungen in der fruhkindlichen Bildung gegen Fachkraftemangel
#Moderne Schulgebaude und Sportanlagen
Herausforderung: Viele Schulgebaude genugen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Turnhallen und Sportanlagen veraltet. Anlagen oft nach Schulschluss verschlossen.
Ziel: Schulgebaude, die zeitgemassen Unterricht und ganztagiges Lernen ermoglichen. Moderne Sport- und Bewegungsanlagen, die nach Unterrichtsschluss auch Vereinen und Burger*innen offenstehen. Schulleitungen sollen selbst Gestaltungsfreiheit erhalten.
Vorgehen:
- Ab 2026: jede Schule erhalt monatliches Budget pro Schuler*in (analog Tallinn/Estland)
- Kommunales Investitionsprogramm fur Sportanlagen
- Hallenzeiten digital uber Munchen App buchen; Anlagen nach Unterrichtsschluss offen
- Munchner Lernhausmodell fortsetzen und evaluieren
- Bei Baumassnahmen: Schuler*innen und Eltern uber Design-Thinking-Workshops einbinden (Vorbild: Amsterdamer "Learning Landscapes")
#Unterstutzung fur padagogisches Personal
Herausforderung: Padagogisches Personal steht vor immer komplexeren Anforderungen. Burnout, hohe Krankenstande und Abwanderung drohen zur Regel zu werden.
Ziel: Padagogisches Personal starken -- fachlich und menschlich. Schulen als Orte, an denen Padagog*innen sich gesehen, gehort und unterstutzt fuhlen.
Vorgehen:
- Externe Schulsozialarbeit an zehn Pilotschulen einfuhren (Modell Pecs/Ungarn)
- Zertifizierte Fortbildungen durch Munchner Volkshochschule (Inklusion, Trauma, Diversitat, digitale Didaktik)
- Supervisionsangebote, Gesundheitstage, psychologische Beratung (Vorbild: Zuricher Initiative Care4Teachers)
- Entlastende Assistenzstellen im Verwaltungs-, Sozial- und Technikbereich
- Pilotprojekt Doppelspitze: Padagogische Leitung + Administrative Leitung auf Augenhohe
#Partizipation und Demokratiebildung im Schulalltag starken
Herausforderung: Mitbestimmung an Munchner Schulen oft auf symbolische Formen beschrankt. Besonders Eltern mit Migrationsgeschichte fuhlen sich haufig nicht eingebunden.
Ziel: Gelebte Mitbestimmungskultur an Munchner Schulen. Schulerparlamente, Elterncafes, Dialogwerkstatten und Projektgruppen. Langfristig: Schulen als offene, partizipative Lern- und Lebensorte.
Vorgehen:
- Partizipative Formate ab der Grundschule flachendeckend fordern
- Informations- und Beteiligungsangebote niedrigschwellig und zuganglich gestalten
- Programme wie "Schule der Vielfalt", "Schule im Stadtteil", "Demokratie leben!" auf weitere Schulen ausweiten
- Enge Zusammenarbeit von Bildungsreferat, Sozial-/Integrationsreferat und Bezirksausschussen
#Integration durch Bildung von Anfang an
Herausforderung: Kinder mit Fluchterfahrung oder Migrationsgeschichte erleben in Munchen oft keinen kontinuierlichen Bildungsweg. Spater Einstieg, Sprachbarrieren, fehlende Orientierung.
Ziel: Bildung fur alle Kinder vom ersten Moment an. Integration darf keine Glucksache sein.
Vorgehen:
- Stadtweites Bildungslotsenprogramm mit mehrsprachigen Fachkraften ab 2026 (Begleitung von Kita bis Ausbildung; Vorbild: Berliner "Kita-Einstieg")
- Deutschkurse und niedrigschwellige Elterncafes mit Bildungsberatung an Schulstandorten (Vorbild: Leipziger "Elternchance Plus")
- In jedem Stadtbezirk eine Kita-Integrationslotsin
- Zusatzliche Ressourcen fur Integrations- und Willkommensklassen
- Multiprofessionelle Teams, Dolmetschende, Flexibilitat in der Klassenbildung
- Gezielte Fortbildung und Entlastung der Lehrkrafte
#IM DETAIL: Gelebte Demokratie
"Demokratie entsteht dort, wo Raum fur Mitbestimmung und Vielfalt ist."
Volt will Burger*innen starker in den politischen Gestaltungsprozess einbinden. Wir setzen uns ein gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und fur Vielfalt, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
#Reden wir miteinander -- Burgerrrate ausbauen und verstetigen
Herausforderung: Politische Beteiligung auf kommunaler Ebene rucklaufig und ungleich verteilt. Nur 43 % fuhlen sich politisch gehort (BayernTrend 2023).
Ziel: Reprasentative, diverse Beteiligung auf Stadt- und Bezirksebene etablieren. Inklusive Formate mit konkreten, politisch relevanten Empfehlungen.
Vorgehen:
- Burgerrrate als festes demokratisches Element: regelmasssig, dauerhaft, auf mehreren Ebenen
- Losverfahren inklusive direkter Ansprache und Incentivierungen
- Kurzfristig: Pilotgremien in zwei Stadtbezirken (hybrid digital/analog)
- Anschliessend: Ausweitung auf ganz Munchen mit institutionalisiertem "Hauptburgerrat" und thematischen Arbeitsgruppen
#Vertrauen statt Frust -- Mitgestalten statt beschweren
Herausforderung: Politik wirkt fur viele fern und wenig greifbar. Beschwerden verpuffen, Beteiligungsangebote schwer zuganglich.
Ziel: Politische Nahbarkeit schaffen und Vertrauen in kommunale Strukturen starken.
Vorgehen:
- "Meet your Stadtrat" und Quartiersdialoge mit der Verwaltung
- Mitwirkung der Stadtgesellschaft bei grosseren Vorhaben (Verkehr, Wohnen, Stadtentwicklung) deutlich ausweiten
- Bezirksausschusse starken: eigene Budgets, mehr Mitspracherechte, klare Zustandigkeiten
- Zahl der Bezirksausschusse reduzieren und benachbarte BAs zusammenfuhren
- Vorsitzende der Bezirksausschusse kunftig hauptamtlich mit eigenen Buros
- "Munchen-Budget" (von Volt im Stadtrat eingefuhrt) weiter ausbauen
- Interaktives Tool in der Munchen App fur Beteiligungsformate
#Mit jungen Ideen -- Jugend entscheidet mit
Herausforderung: Jugendliche haben kaum Einfluss auf kommunale Entscheidungen.
Ziel: Echte Mitbestimmung fur junge Menschen -- als gelebte Alltagserfahrung in Schule, Stadtteil und Stadtpolitik.
Vorgehen:
- Beteiligungshaushalte in Schulen: Kinder und Jugendliche entscheiden uber Budget und eigene Ideen
- Jugendrat mit Anbindung an den Stadtrat
- Senkung des Wahlalters auf kommunaler Ebene: zunachst auf 16, perspektivisch auf 14 Jahre
#Fur eine Stadt, die alle mitnimmt
Herausforderung: Verwaltung fur viele ein Frustfaktor -- zu kompliziert, zu deutschlastig. Marginalisierte Gruppen haben Schwierigkeiten, ihre Rechte wahrzunehmen. Diskriminierungserfahrungen bleiben oft unerkannt.
Ziel: Zugangliche, diskriminierungsfreie und inklusive Stadtgesellschaft. Verwaltung als Ermoglicherin statt Kontrollinstanz.
Vorgehen:
- Flachendeckender Einsatz einfacher Sprache, mehrsprachige Formulare
- Stadtisches Dolmetscher*innen-Netzwerk
- Welcome Desks in allen Stadtteilen als niedrigschwellige Anlaufstellen
- Unabhangige stadtische Beschwerdestelle fur Diskriminierung
- Verpflichtende Schulungen in Diversitatskompetenz fur Mitarbeitende
- Queersensible Gesundheitsangebote stadtweit ausbauen
- Mobile Beratungsteams fur Menschen mit eingeschranktem Verwaltungszugang
- Unabhangige Organisation zur Verwaltungsbegleitung auf Seite der Burger*innen
#Europa beginnt im Viertel -- EU greifbar machen
Herausforderung: Vielen Menschen fehlt der direkte Bezug zu Europa im Alltag. Europa wird als burokratisch und fern wahrgenommen.
Ziel: Von bewahrten Best-Practice-Losungen anderer europaischer Stadte lernen und eigene Ansatze weitergeben. Europa lokal erlebbar und verstandlich machen.
Vorgehen:
- EU-Aktionswoche in allen Stadtbezirken
- Deutliche Kennzeichnung aller offentlichen Massnahmen mit EU-Unterstutzung
- Europa-Tag am 9. Mai mit offentlichen Aktionen und Festen
- Regelmassige internationale Veranstaltungen mit Munchens acht Partnerstadten
- EU-Themen in Schulprojekte integrieren; Austauschprogramme ausbauen
- Themenspezifische Stadtegruppen erganzend zum EUROCITIES-Netzwerk
- Mentoringpartnerschaften zwischen erfahrenen und lernenden Stadten
- Langfristig: Einrichtung eines eigenstandigen Europareferats in der Stadtverwaltung
#Finanzierung
Volt denkt Finanzierung immer mit -- nicht am Ende, sondern von Anfang an.
#Umschichten statt ausweiten
Viele Massnahmen lassen sich durch intelligente Schwerpunktverlagerungen im Haushalt ermoglichen. Digitalisierung und umsichtiger Einsatz kunstlicher Intelligenz konnen Ressourcen freisetzen. Mehrfachnutzung statt Neubau (Schulen, Parks, Verwaltungsgebaude).
#Bundes- und EU-Fordermittel gezielt nutzen
Programme wie AMIF, Erasmus+, Digitalpakt Schule, Bildungsbauoffensive, Investitionsprogramme fur Ganztagsbetreuung und energetisches Bauen aktiver abrufen. Stadtische Stellen personell starken.
#Partnerschaften und Ko-Finanzierung
Zusammenarbeit mit Unternehmen, Stiftungen, Zivilgesellschaft. Bestehende Trager (IHK, HWK, Wohlfahrtsverbande, Krankenkassen) gezielt einbinden.
#Langfristig denken -- Folgekosten vermeiden
Investitionen in OPNV senken Emissionen und steigern Produktivitat. Gezielte Massnahmen in Integration, Bildung und Gesundheitsforderung sparen spatere Ausgaben. Moderne Stadtverwaltung spart Zeit, Personal und Geld.
#Finanzspielraume erweitern
Kommunale Einnahmen starken: Faire Neuregelung der Gewerbesteuer-Hebesatze auf Landesebene (Umlandgemeinden wie Grunwald oder Grafelfing mit drastisch niedrigeren Hebesatzen trotz intensiver Nutzung von Munchens Infrastruktur).
Kommunale Handlungsspielraume sichern: Volt unterstutzt rechtliche Schritte gegen Bayerns Verbot eigener kommunaler Einnahmequellen (Bettensteuer, Verpackungsabgaben, City-Maut). Best Practices aus Oslo, Paris, Stockholm: intelligent gestaltete, sozial abgefederte City-Maut.
Parkraumbewirtschaftung neu denken: Sozial gerechte Staffelung der Anwohnerparkgebuhren nach Verursacherprinzip (aktuell 30 Euro/Jahr, in Paris mehrere Hundert Euro, gestaffelt nach Fahrzeuggrosse und CO2-Ausstoss).
Prioritaten setzen: Offene Diskussion bei Grossprojekten (z.B. Gasteig-Sanierung, ca. 1 Milliarde Euro). Was braucht Munchen wirklich -- und fur wen?
Effizienz der Verwaltung durch Digitalisierung starken: Prufung, wie Digitalisierung die Arbeit der rund 44.000 stadtischen Beschaftigten erleichtern kann. Bei Wiederbesetzung von Stellen prufen, ob Aufgaben durch digitale Losungen erfult werden konnen.
#Kandidierende
- Felix Sproll -- Stadtrat, wirtschaftliches Know-how, bezahlbarer Wohnraum und echte Beteiligung
- Carina Bachner -- Medizinerin, faire Bildungschancen fur alle
- Michael von Stosch -- Handwerksdesigner, Kulturszene, Raum fur Kultur und Handwerk
- Alexandra Lang -- Verkehrsplanerin, echte Mobilitatswende
- Philipp Eisenmann -- Internationale Erfahrung in Umwelt-/Kreislaufwirtschaft, klimaresiliente Stadt
- Katharina Brinck -- Systemisches Denken, internationale Erfahrung, echte Beteiligung und politische Bildung
Kontakt: [email protected] | voltmuenchen.org | voltmuenchen.org/spenden Stand: September 2025