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Pädophilie-Whataboutism - Cohn-Bendit als Ablenkung

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Der Trick: Auf Cohn-Bendit zeigen, damit niemand nach Pitz und Arppe fragt.


Das Muster

Cohn-Bendit (1975). Grüne. Vor 40 Jahren. Das ist die Quelle für die Behauptung "die Linken sind Pädophile." Der Name taucht in jedem Thread auf, in dem AfD-eigene Fälle zur Sprache kommen. Das ist kein Zufall, das ist Struktur.


Was zur Grünen-Geschichte stimmt

Cohn-Bendit hat Äußerungen aus den 1970ern 2001 selbst als "unverzeihlich" bezeichnet. Die Grünen haben 2013 eine unabhängige Kommission eingesetzt (Prof. Franz Walter, Universität Göttingen), 300 Seiten Bericht, Ergebnisse veröffentlicht, Verantwortung übernommen.

Das nennt man Aufarbeitung. Sie ist nicht angenehm und sie ist nicht vollständig genug. Aber sie existiert.


Was bei der AfD nicht existiert

Vier dokumentierte Fälle, für die es keine Aufarbeitungskommission, keinen Bericht und keinen Ausschluss gegeben hat:


Die Asymmetrie

Die Grünen haben sich einer unabhängigen Universität ausgeliefert. Die AfD hat Arppe nach 12.000 Seiten pädophiler Chats noch vier Jahre im Landtag sitzen lassen.

Wer das Cohn-Bendit-Argument einführt, hält das Thema auf den Grünen, damit niemand nach Pitz und Arppe fragt. Es funktioniert nur, solange niemand die Namen nennt.


Konter (kurz)

Cohn-Bendit, 1975, aufgearbeitet durch Walter-Kommission 2013 (Uni Göttingen). Was wurde aufgearbeitet bei René Pitz (2.000+ Dateien, verurteilt), Laleh Hadjimohamadvali (verurteilt), Holger Arppe (12.000 Seiten pädophile Chats, vier Jahre danach noch im Landtag)? Wer Kinderschutz an Parteizugehörigkeit festmacht statt an dokumentierten Taten, dem geht es nicht um die Kinder.


Quellen